Quelle:Tagesspiegel.de
oscar Matzerath - 11. Mär, 12:10
Gestern war ich dienstlich zu einer Implementierungsveranstaltung des Ministeriums für Schule und Wissenschaft geladen. Diese fand in einer Bochumer Gesamtschule statt. Es waren Gesellschaftswissenschaftler geladen und so sahen sie auch aus. Überwiegend Männer in karierten Hemden. Beliebt war auch die Halbglatze zum blauen Hemd mit grünen Karos. Der Mann von der Bezirksregierung sah aus wie Rainer Langhans in seinen besseren Tagen. schulterlange Locken, die gerade erst ergraut waren, dazu eine kackbraune Lederjacke. Der Willi war aber einer von uns, denn er duzte uns gleich nach der Ankunft im Kollektiv. Aber noch besser waren seine Sprüche beim Papierverteilen. „Ist es denn die Possebility?“ Ich dachte ich spinne und geh gleich wieder nach Hause. Nach drei Stunden, unzähligen Vorträgen zum neuen Kernlehrplan, den man auch mit der größten Mühe nicht bewältigen kann und einer Menge stoischer Gelassenheit war der Spuk vorbei. Eine Sache habe ich allerdings wirklich gelernt: Wenn ich nicht aufpasse, dann habe auch ich in 30 Jahren eine Glatze und blaue Hemden mit grünen Karos. Dann stehe ich wohl vor dem Spiegel, wickle mir eine der letzten verbliebenen Locken um den Finger, betrachte deren graue Farbe und denke mir: Ist es denn die Possebility?
Glaube vorher nässe ich vor versammelter Klasse ein!
oscar Matzerath - 7. Mär, 19:26
Vor einigen, mittlerweile, Monaten habe ich im Berliner Informationsradio einen Report über Onlinefirmen gehört, welche ihre Produkte hauptsächlich übers Internet verkaufen, aber doch den Weg in die reale Welt gefunden haben. Es handelte sich um eine Schneiderei, die Hemden nach Maß anfertigt. Der Kunde kann sich alles aussuchen, vom Stoff, über die Art des Kragens bis hin zur Anordnung der Manschettenknöpfe. Geile Sache, dachte ich, da es immer wieder vorkommt, dass ich in den Modehäusern keine, zumeist blauen, Hemden mehr finde, die mir gefallen und die es auch noch in meiner Größe gibt. Von dem Modeirrtum der Saison, Pullover mit V-Ausschnitten, rede ich an dieser Stelle nicht, aber warum sollten ausgerechnet Männer ein Dekolleté tragen, wenn sie nicht in Halsnähe einen Port für schnelle Kontroll- und Erstversorgung besitzen? So habe ich mir zwei Hemden und eine Krawatte ausgesucht, individuell zurechtgefingert und in froher Erwartung die Bestellung abgeschickt. Vier bis sechs Wochen würde es dauern, bis ich mich neu Kleiden könnte, hieß es in der Bestellungsmail. In diesen Zeitraum fielen die Weihnachtsferien und der Jahreswechsel. Besinnlichkeit suchend saß man unter dem Baum, fraß sich einen dicken Bauch an und verspürte ein wenig Mitgefühl mit den Menschen in Thailand, denen die Wassermassen gerade die Möbel unter den Ärschen wegspülten. Nur gut, dass die dort nicht Weihnachten feiern, dachte ich, da wäre jetzt das ganze schöne Fest dahin mit 1,20m Dreckswasser in der Wohnstube. Nach ein oder zwei Wochen verschwanden die überschwemmten Städte und Dörfer wieder aus der Flimmerkiste und somit auch aus unseren Sinnen und die Zeit verging langsam aber unaufhaltsam. Von meinem Paket keine Spur. Ich argwöhnte schon Internetbetrügern aufgesessen zu sein, die sich mit meinen Kohlen ein schönes Leben machen, während ich hier in NRW sitze und auf neue Kleider warte. Nach ca. 10 Wochen kam dann eine Mail, dass meine Bestellung in Kürze eintreffen würde.
Gestern hatte ich dann endlich das Paket in den Händen – ein Knaller. Das Hemd passt wie angegossen und sieht echt gut aus. Dagegen entspricht die Krawatte nicht meinen Erwartungen. Im Netz sah sie gelb-blau gestreift aus, stellte sich allerdings als gold-blau gestreift heraus. Wenn ich das nächste Mal zu einer Pornoparty eingeladen bin, dann passt sie dort auf jeden Fall zum Dress Code. Muss ich mir nur noch die passende Sonnenbrille besorgen. Dem Paket lag eine Karte bei, erst dachte ich es handle sich um die Einladung zu besagter Party, aber es war ein Entschuldigungsschreiben. Aufgrund der Wassermassen in Thailand, wäre die Produktion bzw. die dortige Logistik ins Wasser gefallen, weshalb das mit dem Hemd etwas länger gedauert hätte. Jetzt kamen sie mir wieder in den Sinn, die Menschen, die bis zu den Brustwarzen im dunklen, aber wohl angenehm warmen, Wasser standen und ihre Habseligkeiten in großen Bündeln auf den Köpfen in trockene Gebiete bugsierten. Ob da wohl einer auch die Stoffballen, aus denen mein Hemd gemacht ist, in Sicherheit gebracht hat? Soll man jetzt ein schlechtes Gewissen haben, dass die Kleidung aus Thailand kommt oder soll man sich darüber freuen den Leuten dort eine Einkommensmöglichkeit zu bieten? Die Welt retten kann man auf diesem Wege jedenfalls nicht, aber wer will schon Hemden mit der blau-weiß-roten Schwinge tragen, nur weil sie in Deutschland produziert werden. Man ist schließlich kein Fußballzweitligist von vor 18 Jahren. Bei näherer Betrachtung hätte ich eher gedacht, dass das Hemd aus Deutschland und die Krawatte aus Thailand kommen würden. Wenn ihr sie einmal sehen wollt, dann veranstaltet doch eine Pornoparty.
oscar Matzerath - 25. Feb, 12:32
Danke für diesen schönen Gedanken!
Gestern saß ich nach Unterrichtsschluss noch mit zwei Kolleginnen zusammen und man redete über alles Mögliche – Arbeit, Freizeit, den Ex-Bundespräsidenten und andere Dinge. Irgendwie kam die Sprache auf gewissenhaftes Verhalten im Dienst, die Annahme von Geschenken und den gewissenhaften Menschen an sich. Da sagte eine Kollegin, sie könnte sich auch eine andere Tätigkeit als die einer Lehrerin vorstellen. Da wurde ich hellhörig. Wie oft hatte ich nicht schon mit einem Freund über so eine Möglichkeit nachgedacht, allerdings ohne dass uns da etwas Brauchbares eingefallen wäre, mit dem man sich auch hätte ernähren können. Sie hätte Schwierigkeiten im Referendariat gehabt und sei sich nicht sicher gewesen, ob sie das Examen bestehen würde. Um einen Plan B in der Hinterhand zu haben, hatte sie wohl schon eine Bewerbung für ein Spielzeuggeschäft getippt und auf dem Schreibtisch liegen.
Super Lisa! Was für ein schöner Gedanke.
Allerdings werde ich weitersuchen nach einer Patentlösung, die mich nicht mit Großmüttern und quengelnden Enkeln konfrontiert, die noch mehr von diesen schrecklich bunten Tauschkarten zusammenraffen wollen.
oscar Matzerath - 18. Feb, 09:59
Das Survival-Kitt gepackt und auf zur Straßenbahnsafari von Witten nach Bochum.
Nach ein paar hundert Metern geht es durch die Felder, vorbei an einem urigen Bauernhof und einem alten blauen Bulli mit HSV-Bemalung. Die Strecke wird einspurig und steigt, sich um einen Berg schlängelnd, steil an. An einem Haltepunkt müssen wir auf den entgegenkommenden Zug warten. Links Acker, rechts fällt der Hang ab zur Autobahn. Ortsschild Bochum. Wir durchqueren ein hässliches Wohngebiet und überfahren das Ortsausgangsschild. Das kann nicht alles gewesen sein bei ca. 360.000 Einwohnern. Die Straßenbahn ist von der Sitzmöbelaufteilung wie die erste Klasse im ICE – auf einer Seite Doppelsitze, auf der anderen Einzelplätze – nur der Service lässt zu wünschen übrig. Im Ohr läutet Herbert Grönemeyer mit seiner Städtehymne den Einzug in die Ruhrmetropole ein und die Erwartungen sinken schlagartig bei den Zeilen
Du bist keine Schönheit,
vor Arbeit ganz grau!
Liebst dich ohne Schminke;
bist 'ne ehrliche Haut;
leider total verbaut, …
Die Innenstadt wird unterirdisch durchfahren, was einerseits den Safaricharakter schmälert, andererseits aber die Vorfreude steigert. Die Katakomben des Hauptbahnhofs sind ebenso hässlich wie die U-Bahnhöfe in Berlin, Paris oder London, nur das hier die Klapperstraßenbahn, die sich auch durch das Kaff Witten quält, an einem Bahnsteig für Untergrundbahnen hält und mit ihrer Kürze dem Ganzen einen noch schäbigeren Anblick verleiht.
Die Bomberverbände des Zweiten Weltkriegs haben ganze Arbeit geleistet und wer dachte, dass die Menschenrechtsverletzungen in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ein Ende gefunden hätten, der kennt die Bochumer Innenstadt nicht. Rechteck drängt sich an Rechteck und die Innenstadt scheint eine einzige Fußgängerzone zu sein. Einkaufszentrum grenzt an Einkaufszentrum. Beim Schlendern werde ich Zeuge eines Gespräches zwischen einem Pärchen. Er, trägt beige Cargo Hosen, eine schwarze Jacke, hat eine Glatze und die Kapuze des Pullovers erinnert farblich an eine Alditüte, redet von einem Kumpel, der anscheinend eine etwas seltsame Freundin hat. „Mit der könnte ich nicht zusammen sein. Sieht zwar ganz gut aus, aber nee! Ich versteh ihn nicht. Die Alte geht anschaffen und hatte schon 400 km drin. Das könnt ich nicht. Das geht gegen meine Ehre.“ Sie, einen Kopf kleiner, läuft neben ihm her und macht zustimmende Geräusche. Eine großartige Geschichte. Davon hätte ich gerne mehr gehört, aber leider verschwinden beide in einem der Konsumtempel.
Mein Weg führt mich durchs Bermudadreieck und ein paar Kneipen bieten sich für ein Wiedersehen an. Eine Buchhandlung, die recht klein ist, wimmelt nur so von Personal. Aber auf eine angenehme Weise haben alle immer etwas zu tun und die Kasse klingelt fast unablässig.
Auf dem Weg zum Bahnhof prangt ein großer Fisch an einer weißen Häuserfassade und lenkt den Blick auf die mit Kreide beschriebene Tafel. Dort wird für Friesische Fischsuppe und Muscheln geworben. „Heute schon gemuschelt?“, was für ein Kalauer, aber das restliche Angebot auf der Speisekarte veranlasst mich einzutreten. Der Gastraum ist überschaubar gefüllt und ich finde an einem Vierertisch Platz und lege Tasche und Mantel ab. Während ich die Karte lese kommen zwei Senioren, die sich in Hörweite niederlassen. Der Mann ist auffallend ruhig und macht den Eindruck dass er von der Frau ausgehalten wird. Diese erinnert mich erstaunlicherweise an meine Tante in Berlin. Rundlich, cremefarbener Pullover mit Kette, an der ein großer Anhänger über dem üppigen Busen baumelt. Die Wangen rund und die Haare grau und etwas wirr. Beim Essen sitzt sie in bester Bud Spencer-Manier mit im Kragen befestigter Serviette vor ihrem Teller und hält das Gespräch in Gang. Erzählt vom Arztbesuch mit Harnspiegelung und fabuliert schließlich vom Bundespräsidenten. Fetzenweise kommen ihre Aussagen herüber: „nicht leicht, geschieden, dem wollen sie was Böses…“ Unterdessen fällt auf, dass das Restaurant schlecht isoliert ist, denn viele Gäste sitzen mit Schal an ihren Tischen und löffeln Fischsuppe. Bedeuten die zwei Henkel dass man auch aus der Tasse trinken darf? Egal! Es wirkt als ob das Meer dort draußen nur ein paar Meter vor der Tür, mit seinen schwarzen Wellen an die Kaimauer klatscht. Aber es sind nur die schlecht isolierten Fenster, die das Gefühl einer steifen Brise aufkommen lassen.
Das Tischgericht schmeckt ein wenig zu fischig, aber da sollte ich es eher mit dem Brenner in „Komm süßer Tod“ halten: „Ein Hering in Bochum, der kann gar nicht frisch sein.“ Am anderen Tisch sitzt jemand, der Ähnlichkeiten mit Dittsche hat. Er trägt Ohrring und spricht mit gepresst-schnarrender Stimme und geht schon seit 40 Jahren hier essen. So alt kann der Fisch also nicht sein, wenn es ihn immer wieder herbeilockt.
„Ich hätte gerne die Rechnung und das Rezept ihrer Fischsuppe.“ Sage ich zur Bedienung. Sie: „gern“, scheint zu überlegen und sagt: „Stadtwerkefond und weiter weiß ich nicht.“ Eins zu null für sie.
Auf der Rückfahrt wünsche ich mir die Beleuchtung der Straßenbahn würde ausfallen während ich durch die Dunkelheit im Nirgendwo zwischen Bochum und Witten fahre.
oscar Matzerath - 14. Jan, 11:33
Auch wenn das Urteil der ZEIT „Der große DDR-Buddenbrooks-Roman“ doch etwas übertrieben ist, auch wenn man erst einmal ein paar Kapitel braucht, um die Strategie des Romans zu verstehen und auch wenn es in einem Kapitel eher peinlich wirkt, wie sich der Autor in einen Siebzehnjährigen einzufühlen versucht, handelt es sich bei Ruges „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ um ein sehr gutes Buch.
Die Geschicke einer Familie, zwischen Widerstand, Exil, DDR-Alltag, Wendejahren und elftem September, werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Im Mittelpunkt steht der 90. Geburtstag von Wilhelm, der äußerst unterschiedlich erlebt wird, an dem nahezu alle Hauptpersonen aufeinandertreffen, wenn der Sohn nicht schon in Ungarn wäre und die Mutter diesen Schock nicht armenischem Wodka vertreiben würde. Facettenhaft werden die Biographien einzelner Familienmitglieder aufgegriffen und der Leser so durch die Handlung geführt.
Wie gesagt, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da es zu Handlungssprüngen kommt, dann aber ein voller Lesegenuss, der anders als Tellkamps „Turm“, welchem vor wenigen Jahren ebenfalls schon die Auszeichnung des Buddenbrook-Nachfolgers zukam, die breite Leserschaft aber schon nach wenigen Seiten, aufgrund seiner Unlesbarkeit, verschreckte, schon nach 425 Seiten auf dem Höhepunkt endet.
oscar Matzerath - 8. Jan, 14:19
Der erste Artikel zu meinem Fitnessstudio liegt schon seit einigen Wochen in der Schublade. Da würde ich einer Einladung zuteil, die man fast nicht ausschlagen kann. Am 17. Dezember ist Weihnachtsbankdrücken. Ominös das Ganze, aber auf der Proklamation war noch mehr zu lesen. Es würde in verschiedenen Klassen gestartet. Frauen: 50+, 60+, 70+, 80+ Kilogramm und Männer von 70+-100+. Verfügen die Pumper über eine eigene Sprache oder wie soll man das verstehen? Dürfen die Frauen die dort mitmachen nur von 50-80 kg wiegen oder müssen diese gedrückt werden? Und wie sieht es um die Bänke drum herum aus? Gibt es dort Isogetränke aus Glühweintassen und Spekulatius von Powerbar? Muss man, wenn man mit roter Birne auf dem Rücken liegt und die Arme kaum noch hoch bekommt mit den anderen heimeliege Weihnachtslieder singen?
In meinen jungen Jahren hatten wir im Schwimmverein einmal Weihnachtsschwimmen. Dieses wurde im Sprungbecken abgehalten. Die erste Aufgabe bestand darin schwimmend ein Teelicht auf einem Schaumstoffbrett zu balancieren und dabei die Kerze nicht verlöschen zu lassen. Zurückzulegen waren etwa 15 Meter. Damit hatte es sich aber auch schon mit dem weihnachtlichen Getue und der Rest der Veranstaltung ähnelte mehr einem Casting für Kampftaucher der Bundeswehr als einer Bespaßung für Heranwachsende. Es mussten allerlei Gegenstände aus vier Metern Tiefe geholt werden, durch Reifen getaucht werden und mit Anziehsachen geschwommen werden. Man muss erwähnen, dass ich weder in Nazideutschland noch in der DDR aufgewachsen bin. Ein Grund dafür, dass ich erstens noch lebe und zweitens kein Kampftaucher geworden bin, da es sich nur um einen Schwimmverein zur Freizeitbelustigung handelte und nicht um eine Kaderschmiede der HJ oder der FDJ bzw. NVA.
Vielleicht kann man ja beim Vorübergehen in den zweiten Stock lugen und etwas vom weihnachtlichen Treiben erspähen ohne gleich zur Teilnahme genötigt zu werden. Wenn dem so sein sollte, dann werde ich berichten.
oscar Matzerath - 3. Dez, 13:23
Die letzten zwei Jahre ging ich zum Sport zu einer Fitnesskette, wo sich rüstige Rentner in stählerne Monstren zwängten und mit roten Köpfen ihre gebeugten Körper wieder ins Lot zu bringen versuchten. Besser als vor dem heimischen Fernseher einen unbemerkten Tod zu sterben und monatelang rumzuliegen und mit dem Geruch die Nachbarn zu belästigen. Und es hatte auch einen gewissen Unterhaltungswert faltige alte Männer in Feinrippunterhemden beim Sport zu beobachten, einer ähnelte dabei erstaunlich Opa Simpson.
Am neuen Wohnort – mitten im Ruhrpott – gibt es keinen Rentnerfitnessklub und so muss ich meinen Rücken, quasi unter Wettbewerbsbedingungen, stählen. Witten liegt nun doch eher am Rande des Ruhrpotts, denn die bekannten Metropolen Essen, Duisburg und Gelsenkirchen sind doch einige Kilometer entfernt. Schimansky und Co treiben ihr Unwesen also doch eher an anderen Orten. Doch in meinem neuen Fitnessstudio könnte ich ganze Tage am Stück verbringen und Leute beobachten. Man könnte Karikaturen von echten Menschen zeichnen und diese in einer Bilderausstellung der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Dokumentarfilme über Träume von der Schwarzeneggerkarriere und deren Zerplatzen würden die Arte Redaktion in Wonne versetzen. Nun gut. Ganz so aufgepumpt wie der Ex-Terminator sind meine Kollegen aus der Muckibude nun doch noch nicht. Die Ballonhosen, die ich noch aus Berlin kenne, scheinen auch aus der Mode gekommen zu sein. Schade. Der Laden befindet sich in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Weichenwerks Witten, eingekeilt von Bahngleisen und Werkshallen. Industrieromantik pur. Das Haus würde ich glatt kaufen, allerdings weiß ich nicht, was ich mit drei Etagen mit jeweils ca. 500 qm soll, aber die Immobilie ist echt ein Kracher. Man betritt den Laden und steht gleich in der Mitte des Kraftraums für Normalbefähigte. Am Tresen in der Mitte befinden sich entweder die Trainer oder ein Schild: Bin in der 2. Etage. Dann weiß man, der Homunkulus von einem Mann, ein balkanesischer Typ ca. Mitte 20, trainiert während der Arbeitszeit und wenn einem unten ein Arm in die Mechanik gerät, dann hat man doch bitte mit dem anderen das Gewicht anzuheben um ersteren zu retten. Auf der zweiten Etage befinden sich die Hantelbänke und seltsame Gerüste mit Stangen aus glänzendem Stahl, deren Funktionsweise mir allerdings ein Rätsel ist. An einem könnte man beruhigt gefrorene Rinderhälften aufhängen und es würde nicht auffallen geschweige denn anfangen zu wackeln. Erinnert ein wenig an die amerikanischen Knastfilmen, nur das bei uns nicht mit alten Heizkörpern trainiert werden muss. Unter dem Blechdach befinden sich die Kardiogeräte und der Raum für die Kurse. Da können die Benutzer dann auf Laufbändern auf der Stelle treten, Nordic-Walking betreiben ohne in die fiese Natur zu müssen und ohne Ampeln Radfahren. Wenn ein paar Irre vor imaginären Feinden fliehen und sich dabei einen Wolf rennen, dann bebt die ganze Etage und der Boden schwingt hin und her. Aber das erschüttert den Bau aus dem 19. Jahrhundert nicht.
Ein ganz normaler Trainingstag hat 24 Stunden. Für meinen Mitgliedsbeitrag könnte ich da quasi einziehen und hätte es warm, Strom und sogar auch ein paar Duschen. Ich erinnere mich dabei an die alten Filme mit Adriano Celentano, in denen er sich vor Mördern und Banditen verstecken musste und mit weiblicher Begleitung in einer Billardhalle schläft. Vielleicht könnte ich es mir mit meinem Schlafsack auf einem Laufband oder einer der Sportmatten bequem machen, auf denen man sonst den Bauch trainiert. Würde mich mal interessieren, welche Reaktionen es hervorruft. Die Bude könnte ich dann an ein paar Bergarbeiter vermieten, vorausgesetzt dass sie mir mit ihren Kohlefingern keine Flecken in die Bücher machen.
Man betritt also diese Institution der Leibesertüchtigung und begrüßt freudig die Trainerin – oder das Schild, welches einem verrät das der Homunkulus in der zweiten Etage ist. Aber diese Trainerin muss näher beschrieben werden, da sie so perfekt an diesen Ort passt. Eine Frau, vielleicht fünf bis zehn Jahre älter als ich, man kann es nicht genau feststellen, da das künstliche UV-Licht der Sonnenbank die Haut stark verändert, blond, läuft in einem schwarzen Jogginganzug mit drei goldenen Streifen durch den Laden. Eine nähere Aufgabe scheint sie nicht zu haben, außer dass sie vielleicht die Kaffeemaschine bewacht und ältere Männer vollquatscht. Alle paar Minuten öffnet sich die Tür und zumeist breite junge Männer betreten den Laden. Oft in Baumwolljogginghosen und mit Winterjacke mit Pelzverbrämter Kapuze, deren Haarbesatz sich um ihren Hals ringelt. Was für eine Kombination. Sie sehen aus, als ob sie nur Schnell von der Couch zu ihrem Dealer wollen und sich dabei durch sibirische Kälte kämpfen müssen. Für den Abtransport der heißen Ware bringen sie ganze Sporttaschen mit, um das Haus in den nächsten Wochen nur nicht mehr verlassen zu müssen. Sie gehen immer durch dieselbe Tür, kommen aber nie wieder in den Raum für Normalbefähigte zurück. Ist ein wenig wie im Dritten Reich. Auffallend viele junge Mädchen tauchen auf. Aber auch sie kehren nicht zurück. Beim Weg unter das Blechdach sieht man sie wieder. Sie rackern sich zu geradezu ulkiger lateinamerikanischer Musik ab, schwitzen sich die Alkopops des letzten Wochenendes aus dem Körper und hampeln auf der Stelle herum und verströmen dabei so viel Hitze, dass das Kondenswasser von Innen an der Glastür herabläuft. Im restlichen Haus ist es angenehm temperiert, sodass die sich schon ganz schön ins Zeug legen müssen, damit der Schweiß die Wände hinabrinnt. Irgendwann hat auch die Kursleiterin ein Einsehen und öffnet Türen und Fenster, sodass die schmalzigen Latinoklänge durch das ganze Gebäude dröhnen und sogar die Fernseher vor den Laufbändern übertönen. Was nicht gerade schlimm ist, denn auf die Dialoge der dargebotenen CSI-CIS-Serien kann ich getrost verzichten. Sie lenken nur von den schaukelnden Brüsten der blonden Frau auf dem Laufband gegenüber ab, auf die man sonst unweigerlich schauen würde. Auf dem Weg in die Umkleidekabine muss man an der Latinohölle vorbei und begegnet in der mittleren Etage dem Homunkulus, der entnervt die Tür zum Treppenhaus schließt, um sich in Ruhe seiner affenhaften Konstitution widmen zu können.
oscar Matzerath - 3. Dez, 12:37
Ich befinde mich im Urlaub, nicht weit von Deutschland entfernt, in einem kleinen Land, welches trotz seiner Nähe große Unterschiede aufweist. Dies beginnt bei der Währung, führt über die Sprache hin zu manchen Gepflogenheiten und Eigenarten der Bewohner – aber dafür liebt man es.
Das Ziel des Tages lautet Entspannung in einem Schwimmbad, indem es neben dem Sportbecken auch eine Sauna und einen Whirlpool gibt. Aber bereits unter der Gemeinschaftsdusche gehen die Fragen los. Der Landessprache nicht mächtig, wäre man gerne Zeuge so mancher Gespräche. Vor allem an diesem Ort, an dem man den Menschen in derartiger Nähe begegnet, die man ohne Kleidung eingehen kann. An dem Greis in der Kabine ist man noch mit Guten Tag und Auf Wiedersehen vorbeigekommen, aber unter der Dusche wird laut geredet und gelacht. Vier alte Männer seifen sich die eigenen Genitalien ein und plaudern unterdessen lebhaft miteinander. Worum mag es bei diesem lustigen Gespräch gehen? Erzählen sie sich von ihren Enkelkindern oder tauschen sie gar Schweinereien und Schlüpfrigkeiten aus? Da würde man gerne mehr verstehen um mitlachen zu können. Wenn es um Schweinereien geht, dann halten sie mich entweder für verklemmt, begriffsstutzig oder für humorlos, da jedes Lächeln ausbleibt.
Das nächste Problem stellt sich vor der Sauna. Man hat schon oft von diversen Sitten und Vorschriften gehört und gelesen, wie dieser Ort zu betreten und zu benutzen ist. So sollen die Japaner so verklemmt sein, dass sie nur in Badekleidung in die Sauna gehen, wenn überhaupt. Manche sollen unter der Badebekleidung sogar noch die Unterwäsche tragen, wenn man dem Buch „Darum spinnen Japaner“ glauben mag. Das Holz sieht frisch und gepflegt aus, ohne verräterische nasse Flecken auf den Bänken, was also eher für die Methode mit dem untergelegten Handtuch spricht. An der Tür prangt ein Hinweisschild, welches auf die einzuhaltende Hygiene hinweist. Spricht das jetzt für die Badehose in der Sauna oder soll man nur ein Handtuch unterlegen? Badetoys sind wohl verboten, womit die Schwimmhilfen gemeint sein dürften. Um keinen Fehler zu begehen lässt man die Badehose an, legt sein Handtuch aus, zieht sich die Badebekleidung aus, da man ja alleine in der Schwitzhütte ist und nimmt genüsslich Platz. Nach ein paar Minuten betritt einer der gediegenen Herren den Raum, guckt sich um und zieht sich auf die mittlere Ebene, wo er mit dem blanken Arsch auf den heißen Brettern Platz nimmt, zurück, obwohl zurückziehen das falsche Wort ist, da er mitten im Weg sitzt und mit seiner schlaffen Sitzfläche jegliche Chance auf ein Durchkommen verhindert. So war das bestimmt nicht gedacht mit der Hygiene. Aber schon nach kurzer Zeit spielt entweder der Kreislauf nicht mehr mit oder ihm ist es ohne seine Freunde einfach zu langweilig. Jedenfalls ist er auf dem Weg hinaus noch klappriger und tastet sich an der Wand entlang, wobei er sich die Pfoten verbrannt haben dürfte.
Auf dem Weg in die Schwimmhalle fallen die mehrsprachigen Hinweise auf. Auf einem Schild heißt es auf Deutsch:“ Schlechte Hygiene wird mit Ausweisung bestraft.“ In den letzten Wochen hat die dänische konservative Regierung mit der Wiederaufnahme von Grenzkontrollen für Schlagzeilen gesorgt. Da ist es nicht undenkbar, dass schlecht gewaschene Haare, zu lange Zehennägel oder Schuppenflechte ebenso hart bestraft werden. Hoffentlich erhält man die Möglichkeit sich wenigstens wieder vollständig zu bekleiden, bevor sie einen auf die Fähre setzen, sonst ist man in diesem kalten Herbstwetter unweigerlich dem gesundheitlichen Untergang geweiht.
Ersteinmal auf die Wasserrutsche, die sich als schneller und gefährlicher als gedacht erweist. Ich weiß noch wie wir als Kinder immer unter den farbigen Rutschen standen und dort zugeschaut haben wie besonders dicke Menschen als schwarze Klumpen den Weg in die Tiefe nahmen. Es war genau zu sehen, dass die massigen Körper das Wasser aufstauten und vor den Menschen nur noch ein Rinnsal die Rutschbahn benetzte, wohingegen der Mensch zu ertrinken drohte, da sich über seinen Schultern gurgelnd das nachströmende Wasser sammelte. Soweit war es bei mir zum Glück noch nicht, aber ich schob eine beachtliche Masse Wasser vor mir her, die an einer engen Kurve platschend über die Umrandung schoss. Sollte man sich Gedanken machen? Runter kommen sie jedoch alle, bis auf Homer Simpson. Ab in den Whirlpool, der nach kurzem Warten leer ist. Leider ist man nur kurz allein. Schon bald kommen vier Kinder, denen das warme Wasser ebenfalls zu gefallen scheint. Am liebsten würde man ihnen sagen, dass die Hände über den Beckenrand gehören und nicht gepinkelt wird, auch wenn es gerade so schön warm ist. Aber leider würden sie einen eh nicht verstehen. Man kann sie nicht mal anpfeifen, als man schon häufiger bei irgendwelchen Tauchspielen im Weg zu sein scheint und deshalb den einen oder anderen Tritt abbekommt. Nix mit Entspannung. Vor allem fällt es schwer sich zu entspannen, wenn die Bademeisterin aussieht wie aus einem Pornofilm entsprungen. Die Sprachprobleme haben aber auch ihr Gutes. So kann man nicht für Michael Jackson gehalten werden, wenn man mit vier Kindern im Pool sitzt, da jedwede Kontaktaufnahme unterbunden ist. Was ist das nur für eine Welt, in der man sich um so etwas Gedanken machen muss?
oscar Matzerath - 3. Dez, 12:36
Gestern machte ich mich zwecks Wohnungssuche von Aachen mit der Bahn auf den Weg nach Witten. Da ich aus Mobilitätsgründen mein Fahrrad dabei hatte, musste ich im dafür vorgesehenen Abteil Platz nehmen. Allerdings fuhr ich diesen Weg gestern ohne das für Bahnfahrten eigentlich obligatorische Ohropax, was mir so manche Begegnung bzw. Erfahrung nicht ersparte. Da es sich um den Hin- und Rückweg handelte, der Zug allerdings unterschiedliche Strecken fuhr, mag die Bezeichnung „Linie 1“ nicht ganz korrekt sein, aber ich verwende sie trotzdem, da mir es ansonsten schwerfällt dieses Konglomerat aus Charakteren sinnvoll unter einen Nenner zu bringen:
Von Aachen nach Köln: war die Welt noch in Ordnung. Aufgrund der samstäglichen frühen Stunde war der Zug angenehm leer, bis in Köln die ersten Radwanderer einstiegen. Es handelte sich um zwei Ehepaare, Mitte fünfzig, die einige Tage das Sauerland befahren wollten. Die Räder, recht neu und selten gebraucht, füllten das kleine Abteil zu einem beträchtlichen Teil. Die Männer fingen gleich an sinnlos zu fachsimpeln. Wie viel Druck benötigt ein Fahrradreifen und dass die kleinen Pumpen ja nur Spielerei wären. So ging es munter weiter. Kurz hinter Köln stieg aein, wahrscheinlich bei Loriot entsprungenes Ehepaar – samt Rädern – zu. Beide Ende sechzig/Anfang siebzig. Er trug ein blaues kurzärmliges Hemd, welches er säuberlich in die kurze beige Hose gesteckt hatte, graue Socken, die bis zum Wadenbein straff hochgezogen waren und braune Alltagsschuhe. Sein Haupt zierte graues Haar, welches derart verstrubbelt war, dass man an den Herrn in der Badewanne mit der gelben Ente denken musste. Seine Frau war das passende Äquivalent: Rote lange Hosen, eine graue Weste und einen Mobshaarschnitt. Immer, wenn sie ihn was fragte, er aber anderer Meinung war, fragte er mit Nachdruck: „Verstehst du das denn nicht?“ Man hätte die Räder übereinander stapeln können, so voll war es. Ein Mann betätigte im halbminutenabschnitt seine Fahrradklingel, um ein kleines Kind zu erfreuen, dessen breite Mutter sich erfolgreich die Automatennummer abgeschrieben hatte, da dieser ihr keine Fahrkarte geben wollte. Ob sie nun auf diesem Wege eine Schwarzfahrt vertuschen oder sich einfach nur absichern wollte, sei dahingestellt. Sie war jedoch voll informiert, auf welchen Bahnhöfen wo wie viele Fahrstühle installiert wären, wo man Geld verschwendet hätte und was man hätte besser machen können. Ich wollte sie schon fragen, ob sie Juristin oder Lehrerin ist. Es gelang mir, das Rad über dem Kopf balancierend in Bochum den Zug zu verlassen.
Von Bochum nach Witten: Schon auf dem Bahnhof fiel mir ein junger Mann auf, der ein untertassengroßes Logo des 1. FC Köln auf die Wade tätowiert hatte, der sich mit einer jungen Frau unterhielt. Er schwärmte von einer Auswärtsdauerkarte des FC und langweilte mit seinen Ausführungen offensichtlich seine Begleitung. Meine Aufmerksamkeit wurde im Zug jedoch von einer Frau auf sich gezogen, die mir gegenüber saß und morgens um 10 genüsslich ein Bier trank, deren Telefon klingelte. Sie begrüßte den Telefonteilnehmer freudig und berichtete auch gleich von einer Begegnung auf dem Hauptbahnhof in Essen. Sie habe den X getroffen, den sie von der Entgiftung her kenne. Der hatte eine Bierfahne, aber sie würden zusammenhalten, da sie ja ebenfalls ein paar Biere im Gepäck habe und ja ebenfalls gerade einen Tag frei von der Therapie habe. Diese laufe so lala. (Kein Wunder). Außerdem habe sie noch den Y getroffen, den sie ja noch von Früher kenne. Der Kurzaufenthalt in Essen hätte sie mental total runtergezogen. Sie werde heute Abend zugegebenermaßen Alkoholmissbrauch betreiben, aber immerhin besser als ein „Blech zu rauchen“. Raue Sitten im Ruhrgebiet.
Von Witten nach Düsseldorf war absolute Ruhe und ich konnte mich nackt im Zug sitzend auf die Trocknung meiner Gewänder freuen, da ich in Witten in einen wahren Wolkenbruch geraten war. In Düsseldorf wurde es wieder voll. Paare mit Rädern, beladen mit riesigen Satteltaschen, lieferten sich Wortgefechte mit dicken Müttern, bewaffnet mit ungeheurer Leibesfülle, Kodderschnauzen und Kinderwagen, um zu wenige Sitzplätze. Die verbale Keilerei endete damit, dass die dicken Mütter, wie die Glucken, auf der linken Seite des Zuges saßen, zum Glück war es kein Zug mit Neigetechnik; und die Radler im Gang standen. Schon nach zehn Minuten hätte ich 50 Euro verwetten können, dass das Volk von Gebärmaschinen als Zielbahnhof Rheydt anstrebte. Sie schwadronierten lauthals darüber, welche von ihnen jetzt schon wieder einen hätte „reißen“ lassen, was die genaue Übersetzung von “fuck you“ wäre und ob die Bahn denn nun die Türen so lange geschlossen halten dürfte, bis man die schwarzfahrenden Jugendlichen, die munter durch den Zug streiften und immer auf der Hut vor dem Schaffner waren, erwischt hätte oder ob dies an Freiheitsberauben grenzen würde. Getrost konnte ich mein Geld behalten, denn sie stiegen alle artig in Mönchengladbach aus und liefen, wahrscheinlich, zu Fuß nach Rheydt. Ein Satz klingt mir noch deutlich in den Ohren: „Wo ist denn der Jasmin? Der soll mal mit der Maria runter kommen. Wir müssen doch die Fahrkarten zeigen.“ Ich fühlte mich an Nachmittage auf niederrheinischen Fußballplätzen erinnert.
Zurück blieb ein Pärchen, welches ebenfalls bei einer Radtour ordentlich in den Regen gekommen war und nur noch nach Hause wollte. Leider hatten sie vergessen Tickets für die beiden Fahrräder zu besorgen, was eine Zahlung von 80 Euro nach sich zog. Der Mann sagte nur recht pragmatisch: „Der Tag war sowieso schon scheiße, da fällt das gar nicht mehr auf.“
Vielleicht fahre ich in Berlin einfach mal fünf Stunden mit der Ringbahn, ob man da auch so viel Spaß hat?
oscar Matzerath - 7. Aug, 13:09