Es erinnert mich ein wenig an meinen Bandscheibenvorfall im Krankenhaus. Nach der Operation war ich nicht im Stande in die an meinem Bett hängende Ente zu pinkeln. Der Wille war da, aber es ging nicht. Nach ein paar weiteren Stunden wagte ich den erneuten Versuch. Volle Konzentration, den ganzen Willen zusammengeballt - als abschreckendes Beispiel diente der Katheder des Opas - mehrer Minuten verharrte ich in vollkommener Konzentration. Man kann schon fast sagen ich meditierte mit dem Schwanz in der Ente.
Nach mir endlos vorkommender Zeit klappte es. Ich erspare euch weitere Einzelheiten.
So ähnlich verhält es sich mit der Examensarbeit. Es herrschte bis gerade eben eine Schreibblockade vor. Für heute Abend habe ich alle Verabredungen abgesagt, die Batterien aus dem Telefon genommen, ein Glas kalte Apfelschorle auf dem Schreibtisch und die Mitbewohner rausgeschmissen. Der Perfekte Moment. Ein Widerstand musste noch überwunden werden und dann ging es los...
Mann könnte es auch mit dem ersten Mal Wichsen vergleichen. Nicht genau ahnend, was gleich passieren würde treibt man das Spiel so weit, bis sich ein enormer Druck Bahn bricht.
Ich bin gespannt, was draus wird
oscar Matzerath - 9. Jun, 20:04
Inspiriert wird dieses Projekt durch einem Kalender, den die UdK-Berlin heruasgegeben hat. Wer schöne Sachen hat, der kann sie mir gerne schicken, dann machen wir ein Konkurrenzprojekt auf.
Man muss dazu sagen, dass es sich hier um ein "durchgehendes" Backsteingebäude handelt.
oscar Matzerath - 21. Mai, 19:53
Wieder einmal sind die Tage viel zu schnell davon gerannt, so dass man sich am vierten wunderte - war das alles?
Danzig die Perle an der Ostsee, diese Phrase, schon tausende Male bemüht, stellt ihre Gültigkeit unter Beweis.
Abschließnd bleibt zu sagen, dass die Fahrt wesentlich entspannender war als die beiden vorherigen - was am Programm und an der Gruppe lag.
Wie gesagt, alles etwas entspannter

Die individuelle Besichtigung des Konzentrationslagers Stutthof

Es sind die Details, die die Häuser so liebenswert machen - wie hier das Haus von Schopenhauer
Jedes polnische Schulkind kennt die Westerplatte und weiß, dass an dessen Fuß nicht geshalfen wird. Gut das ich kein polnisches Schulkind bin.
oscar Matzerath - 21. Mai, 09:30
Eine Fotoausstellung dieses Namens ist zur Zeit zu Gast in Berlin. In spuckweite zum Bahnhof Zoo können 580 Fotos aus China von Chinesen der letzten Jahrzehnte betrachtet werden.
Für den Mitteleuropäer war nach einer Stunde aber der Reiz allmählich dahin. Grund war wahrscheinlich auch die mangelnde Größe der ausgestellten Fotos und der Umstand, dass sie teilweise in Dreierreihen die Wand herunterhingen und wenn man den Titel und das Jahr erkennen wollte, dann musste man sich doch mächtig bücken. Macht mit Hüftgurt keinen Spaß.
Ein Besuch lohnt vor allem am Donnerstag ab 18 Uhr, da kostet es nämlich nichts mehr.
oscar Matzerath - 10. Mai, 21:53
und wenn ich nicht noch zwei wichtige Formulare fürs Examen zur Unterschrift vorlegen müsste, dann würde ich zu Hause bleiben.
Den Kompromiss, für mein Examen zu lesen, würde ich eingehen, aber sonst....
oscar Matzerath - 9. Mai, 12:38
Der besagte Tag begann nicht gut, da einem ein am Abend zu bewältigender Polterabend die Stimmung schon am Morgen versaute. 10 Stunden zeitliche Differenz wollten wiederum sinnvoll genutzt werden.
Ein Weißwurstfrühstück sah die Tagesplanung ab elf vor und es war mal wieder nett sich von einem bayrischen Eingeborenen verköstigen zu lassen. Auch wenn sich dieser besagte Ureinwohner schon seit etlichen Jahren auf Wanderschaft befindet, vollzieht sich hin und wieder die Rückbesinnung auf heimatliche Bräuche und Gepflogenheiten. Bei dieser Gelegenheit konnte ich feststellen, was für scharfe Ärztinnen in Spe dieses Land hervorbringt.
Der Krankengymnast empfahl den regelmäßigen Besuch des Schwimmbades, um Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken. So wurde heute angebadet. Allerdings im gechlorten Wasser des Schwimmbades Olympiastadion. Da denkt man immer der Führer sitzt auf der Tribüne und applaudiert, während man selber seine unermüdlichen Bahnen zieht. Am Eingang kam man sich schnell so vor wie Frank Lehmann aus dem Buch von Sven Regner, allerdings mit dem Unterschied das man das Vorhängeschloss nicht für ein Pfand von 29 Mark leihen konnte, sondern für ein Entgelt von 6€ käuflich erworben werden musste. Da war es im Berlin der achtziger Jahre doch noch ein Stück humaner.
Und des Abends schließlich dieser abscheuliche Polterabend, der sich wie ein Bergmassiv, welches nicht zu umgehen war, vor einem auftürmte. Ich bin echt froh wenn sich zwei Personen gefunden haben und den Bund des Lebens eingehen wollen und auch schon Nachwuchs gezeugt haben, aber warum muss es ausgerechnet dieses Paar sein? Nun gut. Mir wurde eine mündliche Einladung überbracht – über zwei Ecken – was ja immer noch die Hoffnung auf eine gewisse Rückzugsmöglichkeit birgt. Schlecht gelaunt trat man die Anreise in den hohen Norden Berlins an und fand sich auch irgendwann am Ziel, um festzustellen, dass es ganz gut ist das die besagte Frau, die man schon aus Vorschulzeiten kennt, einen Mann gefunden hat, der sie nicht nur geschwängert hat, sondern auch noch bereit ist sie zu heiraten. Respekt.
Mit zwei Schulfreunden, die fast ebenso unverhofft in den Genuss einer Einladung gekommen sind, versuchte man sich zu betrinken, damit der Abend wenigstens ein schnelles Ende nehme. Aber als auch dies nicht funktionieren wollte verließ man besser die Festivitäten mit der Begründung man habe noch ein Kind zu Hause auf dem Herd, welches nicht anbrennen dürfe und außerdem … Jetzt sitzt man zu Hause mit einem Glas Mixgetränk vor dem Rechner und freut sich dieser Gefahr noch einmal entronnen zu sein. Zum Glück habe ich einen Schutzengel. Nicht auszudenken, was einem sonst noch so alles passieren könnte.
oscar Matzerath - 6. Mai, 01:01
Zwei Wochen auf Besuch bei der Manma und dem Papa sind dann doch ziemlich anstrengend, vor allem wenn dieser Besuch recht unfreiwillig stattfindet.
Jetzt ist das Bett aufgebaut, die Matratze ist da und man kann wieder in den eigenen vier Wänden wohnen.
Und vor allem kann man mal irgendwo etwas liegenlassen, ohne das es sofort von irgendjemanden irgendwohin geräumt wird, wo man es erst auf Nachfrage findet.
oscar Matzerath - 27. Apr, 15:49
Dass die Woche nicht gut werden würde, bemerkte der Autor, als er am Dienstagmorgen (10.04.) den mit Vaseline bestrichenen Finger eines Mannes langsam von hinten in sich eindringen spürte. Das unangenehme Gefühl trog nicht, denn schon wenige Stunden später befand er sich in horizontaler Lage mit Kanülen in den Armen auf dem Operationstisch. Ursache war ein extremer Bandscheibenvorfall, der den Spinalkanal fast völlig blockierte, Symptome: Taubheitsgefühl im Bein, keine Fähigkeit Harndruck aufzubauen, Impotenz – mit 27 – großes Kino.
Also: Rücken auf, Bandscheibe weggeschnitten und als Andenken ins Glas, Rücken zu, aber nicht die Drainage vergessen, damit das viele Blut auch ablaufen kann und der Patient aussieht wie ein ferngesteuerte Robotter.
Nachdem man das Personal im Aufwachraum mit geschmacklosen Scherzen fast in den Wahnsinn getrieben hat, geht es schön ins gemütliche Vierbettzimmer. Der Eine mit Diabetes macht in der Nacht jede Stunde das Licht an, weil er Insulin spritzen muss. Der Zweite hat ein nächtliches Atemproblem und ist deshalb an eine geräuschvolle Sauerstoffpumpe angeschlossen. Und schließlich der türkische Bauarbeiter, der nachts so gestöhnt hat, dass eine Selbstbefriedigung nicht ausgeschlossen schien.
Da auch nach der Operation die Ente zunächst nicht freiwillig zu füllen war, drohte zunächst ein Katheder – wie beim Großvater im Heim. Never! Also alle Kraft und jeden Willen zusammengenommen, um das zu verhindern.
Die restlichen menschenunwürdigen Prozeduren beschleunigten den Heilungsprozess erheblich – zumindest soweit, bis das Krankenhaus verlassen werden konnte – das Aufstehen um sechs war da noch mit Abstand das harmloseste.
Und wie immer im Krankenhaus gab es Möhreneintopf.
Dank geht an den zahlreichen Besuch und das Pflegepersonal, dessen Leistungen ein vielfaches an Gehalt und Huldigung rechtfertigen würden.
Abschließend noch einen Magen-Darm-Virus TO GO - aber bitte erst zu Hause auspacken.
oscar Matzerath - 22. Apr, 13:24
i>Schönbohm will nach Kamerun abschieben
Politiker fordern Bleiberecht für vierköpfige Familie aus Rathenow
Potsdam/Rathenow - Brandenburgische Politiker von CDU und Grünen haben ein Bleiberecht für die von Abschiebung bedrohte Frau mit vier Kindern aus Kamerun gefordert. „Ich appelliere an die Landesregierung, mit Rücksicht auf die Kinder ein Bleiberecht zu erwirken. Eine Rückkehr nach Kamerun kann nur ein Verderben für die Familie bedeuten”, sagte heute der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) war nicht einer Empfehlung der Härtefallkommission gefolgt, der in Rathenow (Havelland) lebenden Familie eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. Kritik kam auch aus der CDU-Spitze und von den Grünen. dpa
Dieser Artikel erschien am 30.3. in der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Was jedoch keine Erwähnung findet ist, dass 2001 ebenfalls der Mann/Vater der Familie mit nach Deutschland kam. Dieser ließ sich mittlerweile allerdings von seiner Frau scheiden und hat eine Deutsche geheiratet - kann also in Deutschland bleiben. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Meine Frage ist: Was ist wenn ich diese Frau heiraten würde - könnte sie dann mit den Kindern in Deutschland bleiben?
Werde den Vorschlag mal morgen an Mutters Kaffeetisch machen und am Wochenende im Heim beim Opa.
oscar Matzerath - 3. Apr, 23:16