Mittwoch, 5. November 2008

Ach die Leute am Niederrhein …

Die lassen sich hier schon ganz schön was einfallen, um den Pöbel in Schach zu halten:
Im September den Blumenkorso, das war schon bizarr, aber nun ziehen sie hier in den Tagen vor St. Martin mit Laternen, Pauken, Trompeten und Pferd bewaffnet, abends über die Dörfer. Sie spielen Lieder wie „Laterne, Laterne, im Himmel Leuchten die Sterne und unten leuchten wir.“ Und anderes zeugt, was ich schön längst vergessen wähnte. Fehlt nur noch, dass die heiligen drei Könige vor meiner Tür stehen und mich segnen wollen. Wo bin ich denn hier?

Samstag, 1. November 2008

Hohe Haftstrafen für schlechte Wortspiele gefordert!

Gefunden im Mönchengladbacher Telefonbuch:

- Teelikatesse - Chaarisma (Friseur)
- etepeteete

Und warum ein griechisches Restaurant Lukullus heißt, weiß ich auch nicht.
Dagegen finde ich Struwelpeter für einen Friseur sehr gelungen!

Waldemar Hartmann – die weizenbiertrinkende Nervensäge und Dummschwätzer der ARD

Man lässt sich ganz gerne einmal überraschen. Mich überraschte heute am Morgen die Tatsache, dass ein Zitat vom Sportlerduzer meine Stimmung so extrem heben könnte. Der Morgen hatte begonnen und die Unterrichtsvorbereitungen waren abgeschlossen – weiteres Programm waren die Dusche und der Aufbruch zur Schule mit einem Umweg über den Bäcker. – Kurze Zwischenfrage: Gibt es einen Kaffeebecherhalter für den Fahrradlenker?
Auf dem Weg ins Bad hielt ich inne, da über das Internet das heimische Radio die Freitagspolemik von Herrn H. M. Broder übertrug. Das Thema war das angestrebte Verbot für EU-Abgeordnete Dienstleistungen des horizontalen Gewerbes in Brüssel bzw. Straßburg wahrzunehmen. Herr Broder umriss kurz die Zustände vor Ort und beschrieb wie sich die Prostituierten aus ganz Europa in den Hotels dieser beiden Städte ansiedelten, um die multinationalen Beziehungen zu pflegen und Bedürfnisse zu stillen – Recherche ist halt doch alles! Allmählich wurde die Polemik allgemeiner und nahm Anlauf zum abschließenden Höhepunkt. Deutsche Männer würden sich in ausländischen Hotels gerne ungeniert nach einschlägigen Etablissements erkundigen. Ebenso der Waldi. Er soll bei einem Aufenthalt in Osteuropa folgendermaßen Erkundigungen eingeholt haben: „Wo fickt denn hier der Fremde?“
So fremd war er dort wohl doch nicht.

Montag, 27. Oktober 2008

Ich liebe die Karikaturen im Tagesspiegel

Leider nicht mehr ganz aktuell - quasi schon erkaltet:

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Zu spät!

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Gestern überbrachte mir meine Mutter die Nachricht, dass ich eine dritte Zusage fürs Referendariat bekommen habe. Verwundert, da ich entweder Absagen erhalten habe oder die Bewerbung unvollständig war und ich die fehlenden Unterlagen nicht nachgereicht hatte, wollte ich den Ort wissen: Essllingen am Neckar (90.000 Einwohner) . Das wäre wohl eine ernstzunehmende Alternative gewesen. Wenn ich nur an den badischen Wein denke, an die Maultaschen, das Apfelweizen und und und.
Nun sitze ich hier in Mg. Naja, kann man wohl nichts machen.
Ärgerlich ist allerdings, dass das da in Schwaben am 12.1.09 losgeht und ich trotzdem 2 Monate früher fertig bin als hier in NRW.

Montag, 20. Oktober 2008

Wie konnte es nur so weit kommen?

Es ist Montag, 5:45 Uhr und ich sitze angezogen mit einer Tasse Kaffee am Schreibtisch. Draußen vor dem Fenster ist es noch stockdunkel. Neben mir liegen Bücher. Um diese Zeit bin ich noch nicht einmal im Examen aufgestanden. Da kann ja mein Wecker länger schlafen! Wie soll das alles weitergehen. Bald braucht der Tag wohl anstatt 24 wohl eher 36 Stunden. Wann soll man da abends ins Bett gehen, wenn man regelmäßig mindestens sieben Stunden Schlaf braucht – besser sind aber neun?
In manchen Bereichen gibt es zeitliches Einsparungspotenzial: Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln und in der Körperpflege. Das längerfristige Resultat malt sich bitte jeder selber aus.

Nachtrag um 6:30: Wenn ich jetzt noch geschlafen hätte, dann wäre ich vom Laubsaugwagen und dem netten Menschen, der mit einem Handgebläse dem Fahrzeug das Futter vorlegt, geweckt worden. Da wäre die schlechte Laune vorprogrammiert gewesen. So sitzt man am Schreibtisch und wunert sich, warum das Haus einzustürzen droht.
6:37: Der Wagen kehrt die andere Straßenseite und macht ebensoviel Lärm wie vorhin, nur mit dem Unterschied dass der nette Mann den Dreck nicht durch den Briefschlitz in den Hausflur bläst.
Wann kommt der Milchmann, der die Flaschen durch das geschlossene Fenster wirft?

Freitag, 10. Oktober 2008

Neulich in Kronach - Extra für Christian

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Oder doch lieber Hartz IV?
Scheiße, wenn ich das so sehe, dann bin ich froh in MÖnchengladbah zu sein.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Fahrbarer Mittagstisch

Wenigstens funtioniert hier in Mg die Solidargemeinschaft noch. Da kommt jeden Donnerstag der Bauer von der "Erkelenzer Kante" (keine Ahnung welches geologische Phänomen sich dahinter verbirgt).

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Der "ambulante" Italiener ist ums Eck.

Errungenschaften der Technik V

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Neulich in Bayern

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Montag, 6. Oktober 2008

Rheinische Küche,

Jetzt bin ich schon etwa 5 Wochen im niederrheinischen Exil und habe bis jetzt noch nichts richtig regionales gekocht. Zwar spreche ich regelmäßig dem westfälischen Pumpernickel und dem guten Diebels zu, aber es gab halt noch nichts so richtig warmes. Vor Wochen bin ich biem Metzger meines Vertrauens auf das Sonderangebot Panhas gestoßen, konnte mir darunter aber nichts konkretes vorstellen. Ich bewundere zwar Herrn Bourdain, aber so tollkühn wie er bin ich dann doch nicht. Zu Hause sah ich in meinem Gourmetlexikon nach, konnte aber nichts finden, was verwundert, da es sonst Begriffe wie Knurrhahn oder Zinfandel enthält. Ungern griff ich auf Wikipedia zurück und erfuhr, dass Panhas heute aus Hackfleisch, frischer Leber- und Blutwurst, die zusammen mit Zwiebeln und Speck gebraten und anschließend mit Brühe aufgegossen und gewürzt werden besteht. Diese Mischung wird mit Blut und Buchweizenmehl verrührt, eingedickt und dann in fest erkalteter Form zur weiteren Zubereitung angeboten.
Probieren geht über studieren und so gab es nach meinem Kurzaufenthalt in Berlin zum Willkommen die beschriebene Spezialität.

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Urteil: Recht deftig und nicht unbedingt lecker – da ist mir Blutwurst lieber.
P.S. Außerdem macht es einen mörderischen Durst und einen trockenen Hals, was aus aktuwllem Anlass im Freundeskres sehr besorgniserregent ist.

Berliner Charme

In der Nacht von Samstag auf Sonntag in der S-Bahn zwischen Bellevue und Friedrichstraße. Man kommt von Freunden, will nach Hause und liest trotz Müdigkeit die letzten Seiten vom Kleinen Bruder. Da öffnen sich die Türen und zwei Frauen steigen ein, setzen sich und schnattern los. Die hübschere (schlank, glatte dunkle Haare bis zu den Schultern und gut durchgebräunt) holt eine Flasche Bier aus der Jackentasche, steckt sie ohne auch nur einen Moment zu zögern in den Mund und öffnet den Kronkorken mit den Zähnen. Erotik ist anders!

Donnerstag, 25. September 2008

Angekommen

Heute habe ich mich umgemeldet und auf meinem Personalausweis prangt der Stempel der Stadt Mönchengladbach. Die lassen sich hier gegenüber Neubürgern echt nicht lumpen. Begrüßungsgeld gab es keins, sondern so manches Schmankerl als Geschenk. Unter anderem einen kostenlosen Halbjahresausweis für die Stadtbibliothek, einen Stoffbeutel mit ordentlich Werbung drauf, zwei Eintrittskarten für den hiesigen Fußballklub und eine Rolle gelber Säcke.
Da wäre mir Begrüßungsgeld doch lieber gewesen!

P.S. Neulich wurde ich von einer aus dem Seminar gefragt, ob ich den auch eine Jugendweihe gehabt hätte? Nein, ich komme nicht aus dem Osten.

Zufallsbild

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

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