Montag, 8. Dezember 2008

Thema der Unterichtsreihe: Liebeslyrik

Habe ein Gedicht für meine Lehrprobe in Deutsch nächste Woche gefunden. Das Thema ist Liebeslyrik in der 10. Klasse.

Michael Schönen

Dicke Titten

Was schätzt ein Mann besonders bei den Frauen?
Was zwang noch jeden magisch hinzuschauen,
wenn beinah sie dem Dekolté entglitten?
Dicke Titten

Was ließ Russ Meyer oft und gern schwingen?
Und was ersetzt zumeist Talent zum Singen?
Was hilft bei schlechten Zähnen, selbst den dritten?
Dicke Titten

Ob nun privat, ob öffentlich und rechtlich:
Ihr Umfang wächst im Fernsehn ganz beträchtlich.
Und wer sie nicht hat, der wird aufgeschnitten –
Dicke Titten.


Das wird ein Knaller am Mittwoch!

Samstag, 6. Dezember 2008

Für die Freunde des guten Geschmacks

http://www.youtube.com/watch?v=KNHsN3RA8RI

Nikolaus

Er schafft es immer wieder. Auch dieses Jahr hat er sich in die Wohnung geschlichen und die Schuhe bestückt, die gestern noch schnell geputzt wurden. Angenehm ist, dass dieses Jahr auf Schokolade verzichtet wurde.

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Gleich gehts auf den Markt um Eier zu kaufen. Hoffentlich komme ich nicht wieder mit einer leeren Börse und einem Konglomerat aus Pferdewurst, Lammrücken, Kaninchenfleisch und Gemüse für eine 10köpfige afrikanische Familie zurück.

Samstag, 29. November 2008

Was soll das?

Am Montag ist Lehrprobe und es war für heute 17 Uhr verabredet den Stundenentwurf mit der Lehrerin abzusprechen. Nachdem ich gestern etwas zurechtgeschustert habe, schickte ich es ihr heute Morgen. Anschließend die Bude gewienert, da der Bruder morgen mit Freundin zu Besuch kommt. Um kurz nach Fünf den Hörer in die Hand und Düsseldorf angerufen. Tut, tut, tut, tut, tut, hallo hier ist der Anrufbeantworter von XY. So ging das den gesamten Nachmittag bis ich es um 20 Uhr aufgegeben habe. Warum war diese Frau nicht da. Meinen Entwurf muss ich wahrscheinlich noch einmal überarbeiten, was mich mehrere Stunden kosten wird. Im Laufe des morgigen Tages war ich eigentlich mit dem Bruder in Düsseldorf verabredet. Ich sehe mich hier morgen um 12 Uhr den Hörer abnehmen und dann bis fünf am Schreibtisch sitzen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Zu allem Überfluss habe ich gerade die letzten fünfzig Seiten Schloss Gripsholm gelesen und mich beschlich ein Gefühl der Trauer – der Schwermut. Auch wenn Tucholskys Erzählstil etwas zu wünschen übrig lässt, war es ein schönes anrührendes Buch – zumindest in der zweiten Hälfte. Jetzt sitze ich hier am Samstagabend vor dem Rechner und hadere mit dem Schicksal. Und irgendwie habe ich Sehnsucht nach zu Hause.

Sonntag, 16. November 2008

Erster Kontakt mit den Eltern – eine Ernüchterung

Im Rahmen des Tages der offenen Tür, der am Samstagvormittag stattfand und mein Wochenende zutiefst dezimierte, kam es zum ersten Kontakt mit so manchen Eltern. Die Ernüchterung war groß, als so mancher Vater oder Mutter feststellten, dass an der Schule die Zeit nahezu stehen geblieben war. Da standen sie immer noch, die Lehrer von damals, etwas älter und grauer, aber immer noch die Selben. Es schien sich kaum etwas verändert zu haben. Flankiert von den Sprösslingen wurde die neue evtl. auch alte Schule begafft. Wir stellten unsere kleinen Besucher mit Plakaten über Pharaonen und einer Ausstrahlung von Dokumentarfilmen über Mesopotamien und die Pyramiden ruhig. Es war schon eine bizarre Situation. Wie präsentiere ich ein Produkt, ohne eine Manifestation dieses Produktes zu haben? Wenn ich in einem Laden arbeite oder auf einer Messe, habe ich etwas, was ich an den Kunden bringen will – meistens einen Gegenstand. Aber wie präsentiert man Unterricht ohne einen Unterricht dazuhaben? Man legt Bücher aus, hängt Plakate mit Rechtschreibfehlern an und zeigt einen Film. Es sah bei uns zeitweise so aus wie im Kinderkino bei Ikea. Die Blagen gafften, die Eltern quackelten.
Mit einer Mutter bin ich näher ins Gespräch gekommen, weil es mein Anliegen war, ein nicht greifbares Produkt zu präsentieren: den Geschichtsunterricht. Die Tochter sah sich interessiert die Plakate und Bücher an und sagte mit der Begeisterung des Wiedererkennens in der Stimme: „Guck mal Mutti, da ist Hitler.“ So viel Begeisterung wollte ich natürlich nutzen und dem Kind ein Klassenfoto zeigen, auf dem Hitler als Knabe im Alter von etwa 10 Jahren zu sehen ist und nahm eines dieser Hefte und begann zu blättern. Die Mutter trat an meine Seite und erklärte die Kinder hätten das Thema gerade in der Schule, aber nach ihrem Empfinden würde der Nationalsozialismus viel zu ausführlich in der Schule behandelt. Okay, abwarten was jetzt noch kommt. Solche Leute habe ich auch hin und wieder bei Führungen bei den Unterwelten in Berlin getroffen. Die Amerikaner hätten schließlich auch die Indianer ermordet und die Chinesen die Tibeter und davon würde niemand reden. Was sagt man in einem solchen Moment? Ich habe versucht sie auf die unterschiedlichen Motivationen der frühen Amerikaner und der Nationalsozialisten aufmerksam zu machen, dass die Indianer nicht mit der Eisenbahn zu Millionen in Lager und Gaskammern gekarrt wurden. Aber meine Argumente trafen auf keinen fruchtbaren Boden. Ob denn der Mauerfall heute wenigstens ausführlich gelehrt werde? „Aber natürlich meine Dame.“ Sie wäre ja aus Berlin – prompt begann sie zu berlinern – und sie sei am 9. November 89 dabei gewesen – so wie einige hunderttausend andere Menschen wahrscheinlich – aber sie sei als einzige mit erhobenem Ausweis in dieser Nacht von West nach Ost gegangen und die Grenzpolizisten hätten sie verständnislos angesehen…. Sie war froh endlich diesen Gang tun zu können.
Und ich war froh als sie endlich den Gang hinaus tat, blieb still stehen und wunderte mich. Auf solche fachlich fundierten Gespräche war ich nicht vorbereitet gewesen.

Freitag, 14. November 2008

Der Lehrerberuf hat auch schöne Seiten

Neben dem ganzen Stress und dem wenigen Schlaf, ich bin die Woche 4 von 5 Tagen morgens um 5 aufgewacht um mich zu präparieren, gibt es Momente, die einen zu tiefst erfreuen. So kann man im Deutschunterricht der Oberstufe ruhig schon mal im Unterrichtsgespräch die profunde Feststellung äußern: "Goetho war ein Arsch". Diese Aussage war berechtigt und äußerst sachdienlich, weil sie das Rumgedruckse der Schüler knapp und deutlich auf den Punkt brachte. Das sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit der Schüler und es macht einfach Spaß.

Dienstag, 11. November 2008

Weihnachtswunsch

Bitte liebe Verwandten, Freunde und interessierten Leser schenkt mir einen Boxsack zu Weihnachten. So einen richtig großen mit Ketten dran, zum an die Decke hängen.
Heute Vormittag Schule, danach 4 Std. Seminar und jetzt am Abend noch das Telefonat mit meiner Geschichtslehrerin, die mich mit ihrem Arbeitsauftrag wahrscheinlich bis um 2 Uhr wach halten wird. In solchen Momenten bräuchte ich ihn - den Boxsack. Da würde ich es auch in Kauf nehmen, erst um halb drei ins Bett zu kommen.

P.S. Hier ist heute die fünfte Jahreszeit angebrochen. Im Rathaus von Mg wurde schon fleißig geschunktelt, während wir nebenan saßen und uns das Schneeballprinzip nahegebracht wurde.
Die Alkis bringen hier ihren Pfandflaschenberg verpackt im rosa Hardschalenkoffer in den Supermarkt und packen dann vor dem Autormaten erst mal aus. Kam mir vor wie im Sommer, als mein gesamtes Handgepäck gefilzt wurde, weil ich eine kleine Cremepackung nicht in diese scheiß Plastiktüte gepackt hatte.
Eine Frage bleibt allerdings offen: Hat das Leergut so gestunken oder die Frau die den Automaten zum Trinker machen wollte?

Sonntag, 9. November 2008

Unterrichtsvorbereitung 2.0

Sontagnachmittag. Mit den Gedanken ist man beim Deutschunterricht für den nächsten Tag. Lyrik ist Thema bzw. präziser Liebeslyrik. Jetzt muss man kreativ sein. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einenm schönen Poetry slam im Unterricht. Gegen das Gedichteaufsagen hatten sich die Schüler eigentlich aufgelehnt, aber auf diese Art und Weise. Vielleicht kriegt man da auch die Rollenspieler bzw. Freizeitinformatiker aus der ersten Reihe hinter ihrem Ofen vor.
So hockt man mit all seinen Sinnen vor dem PC und kann nicht entrinnen der schier unendlichen FLut von Videos, Gedichten und neuen Geschichten, Voll Entzücken bei all diesem Gaffen wird man es ihnen beibringen, diesen tumben affen.

Inspiration ist alles!

Freitag, 7. November 2008

Hallo ich bin der Oscar und habe seit vier Tagen nichts mehr warmes gegessen, Ich verkaufe den Straßenfeger und würde mich freuen, wenn der eine oder andere mir ein Exemplar abkaufen würde...

Wie waHr es doch ist, die Obdachlosenpostille muss ich gottlob noch nicht anpreisen, aber seit vier Tagen habe ich nichts mehr warmes gegessen, weil die Zeit fürs Kochen nicht da war. Frühmorgens aufgestanden. Müsli gegessen. In die Schule, mittags schnell ein paar Brote, dann entweder ins Seminar oder an den Schreibtisch zur Unterrichtsplanung. Abends noch ein paar Brot, weil noch so viel zu tun ist. ...
Gesund ist das nicht! Wenn ich wo weitermache liege ich mit 29 mit Herzinfarkt im Maria-Hilf, wobei mich als Buddhisten nehmen sie dort bestimmt gar nicht auf. Hoffentlich entwickelt sich bald ein wenig Routine und es geht alles ein wenig schneller.
Ich nehme mir jetzt aber die Zeit und koche eine Kleinigkeit!

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

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