Donnerstag, 13. September 2007

Am Ende kommen Touristen

Ein sehr guter Film, der die Ermordung der Juden Europas aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und karrikiert.
Der deutsche Sven kommt nach Oswiecim, weil es mit seinem Zivildienstplatz in Amsterdam nicht geklappt hat und muss sich um die Begegnungsstätte, Schulklassen und Zeitzeugen kümmern.
Neben seiner persönlichen Betroffenheit trifft er auf Einheimische, die ihr Leben im Schatten des Lagers zugebracht haben und dem Zuschauer offenbaren sich Einblicke, wie die Eingesessenen mit dem benachbarten Schicksalsort umgehen. Zeitzeugen werden zur Belastung, da sie reparieren statt zu restaurieren. Bei den Deutschen steht die Betroffenheit im Mittelpunkt, die auf verschiedene Weise präsentiert werden kann.
Ein sehr wertvoller Film über die verschiedenen Umgangsformen mit dem Holocaust.

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Sonntag, 26. August 2007

Terror im Kopf und in der Literatur - Im Westen nichts Neues

Es ist Sonntag der 26. August kurz nach zwöf Uhr. Wie die letzten Tage sitze ich auch diesen wahrscheinlich fast in Gänze vor dem Bildschirm und sorge für den nötigen Feinschliff meiner Examensarbeit. Abgabetermin ist der 28.08.07. Gibt noch einen Batzen Arbeit und eine Korrekturfassung ist noch im Umlauf.
Wen verwundert es, wenn sich mein momentaner Literaturgeschmack der allgemeinen Hektik anpasst? Die Lektüre des Baader-Meinhof-Komplexes wurde für zehn Tage durch "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque unterbrochen.Der beschauliche Linksradikalismus der siebziger Jahre abgelöst durch das Inferno an sich. Vier Jahre Grabenkampf mit Ratten, Bomben und Gas. Zu Recht ein Klassiker der Weltliteratur!
Vielleicht sollte die Bundeswehr dieses Buch einmal mit den Musterungsbescheiden an die jungen Männer Deutschlands herausschicken - da lesen sie wie es ist Krieg nicht nur zu spielen. Vielleicht hätte meinem Großcousin es auch einmal lesen sollen - wobei sich bei der Marine wohl eher der Film "Das Boot" angeboten hätte.

Sonntag, 19. August 2007

Death Proof

Nur mal so zur Ablenkung.


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Stuntman Mike heißt die Kanaille und ist ein ziemlich fieser Typ der es auf schicke Mädels abgesehen hat…heiße Frauen, heiße Autos und ein bisschen Gewalt.

Wer hofft, dass der gute Quentin Tarantino direkt an Kracher wie Kill Bill oder Pulp Fiction anknüpft, der wird auf ganzer Linie enttäuscht. Death Proof ist ein auf alt gemachter Roadmovie, der seine Längen hat. Von den 113 Minuten geht es höchstens 20 Min zur Sache. Obwohl der Regisseur zahlreiche alte amerikanische Filme adaptiert hat, kann sich der Laie nicht freuen, da er sie zumeist nicht kennt.
Besonders gefallen hat der hübsche Gelbton zu Beginn, der an "Ein Duke kommt selten allein" erinnerte. Für Tarantino-Fans wohl ein Muss, ansonsten nicht so doll, weil der Film sich arg in die Länge zieht.

Mittwoch, 15. August 2007

countdown

ab heute sind es noch zwei wochen bis zur abgabe der examensarbeit. es gibt noch viel zu tun, aber schon jetzt danke ich meinem lektor!
Was für eine bedeutung hat aber der jazzmusikant drüben vor dem bahnhof? sind es fanfaren auf der zeilgerade oder doch eher die posaunen von jericho?

Samstag, 7. Juli 2007

Prekariat ist nicht nur ein Wort – oder wie man anderen den Geburtstag und sich den Freitagabend versaut

Liebe V.
wenn du diesen Beitrag lesen solltest, dann kann es sein, dass du beginnst mich zu hassen. Aber bitte bedenke, dass dies hier als selbsttherapeutisches Schreiben zu betrachten ist und ich sonst kaum einen klaren Gedanken fassen kann – bevor ich mich nicht von diesen Erinnerungen getrennt habe.

Eine Freundin von mir hat seit einigen Monaten eine neue Beziehung. Kurzer Einschub: Sie achtet immer darauf in ihren Beziehungen die geistig besserbemittelte zu sein. Jedenfalls sollte uns anlässlich zum Geburtstag ihres Freundes die neue gemeinsame Wohnung gezeigt werde, die sich als schön und mit Gartenteich erwies. Die anderen Gäste entsprangen dem Verwandten- und Bekanntenkreis des Geburtstagskindes.
Der Leser mag mich von nun an für arrogant und spießig halten, aber auf der Feier fühlte ich mich einfach nicht wohl, obschon es ein bis zwei Stunden dauerte bis sich dieser Zustand einstellte. Aber als um halb neun angefangen wurde Goldaue mit Cola in rauen Mengen zu trinken, ließ es sich nicht mehr verbergen. Ein Großteil der restlichen Gäste schien direkt den Nachmittagstalkshows der privaten Fernsehsender entsprungen zu sein. Die Wohnung ist zudem noch recht örtlich gelegen, sodass sich eine Flucht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als fast unmöglich erwies. Man befand sich in einer Umgebung gefangen, in der Bildung nicht nur ein Fremdwort, sondern ein Makel, zu sein schien. Vor Schlagern der letzten dreißig Jahre und Techno-„Musik“ suchten wir Schutz in der Küche. Nach einiger Zeit verstummte die Musik und kein Partygast war mehr im Wohnzimmer. Auf die Frage, ob die Polizei erschienen wäre, bekamen wir die Antwort: „Wenn ihr in der Küche feiert, dann machen wir unsere eigene Party im Badezimmer.“ Hat man so etwas kindisches schon mal erlebt? Der Gastgeber machte uns prompt dafür verantwortlich seinen Geburtstag zerstört zu haben, da wir ja in der Küche gesessen hätten. Das ganze drohte ziemlich schnell zu eskalieren und um dies zu verhindern, wurde der geordnete Rückzug angetreten. Unsere Freundin schrie sich noch, bis auf die Strasse hörbar, mit ihrem Freund die Seele aus dem Leib. Sorry V. aber es ging einfach nicht. Du hast es ja gemerkt. Ich fühle mich nicht wohl auf einer Feier, auf der Frisuren, unbezahlbare Autos und der Besuch im Ku´Dorf zu den angesagten Gesprächsthemen gehören. Zudem finde ich es nicht so schön wenn die Verwandtschaft nur schreiend miteinander zu kommunizieren pflegt.
Leid tun einem die Kinder(6 Jahre), die neben ihrer Mutter sitzen wenn diese eine Sponge-Bob Puppe auf dem Schoß hat und mit verstellter Stimme erzählt wie Bob gerade onaniert und seinen Freund Patrick auffordert sich zu bücken und das er doch auf dicke Nippel steht.

Dienstag, 3. Juli 2007

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Montag, 2. Juli 2007

Die DR3I und der kopflose Reiter

Es ist nicht schön, aber Musikpiraten machen es möglich, dass man sich den neuesten Streich der DR3I Detektive aus Rocky Beach bereits vor seiner Veröffentlichung aus dem Internet holen kann. Besonders brisant ist dies, weil die Veröffentlichung des neuesten Streiches aufgrund von Lizenzstreitigkeiten auf unabsehbare Zeit verschoben wurde. Nachdem bereits die Kultserie „Die drei ???“ aus ebensolchen Streitigkeiten kaputt gemacht wurde, scheint die Geldgier auch vor dem Nachfolger nicht halt zu machen …
Die DR3I und der kopflose Reiter soll der Fall diesmal heißen. Um es kurz zu machen möchte ich die Handlung kurz umreißen: Ein kopfloser Reiter, der sich als Werbefigur entpuppt, macht R.B. unsicher. Die Detektive heften sich auf seine Fersen und finden heraus, dass es um mehr geht als nur um einen indianischen Geist. Dieser Indianer soll zu Lebzeiten versucht haben den Bau der transkontinentalen Eisenbahn zu verhindern, zufällig schrieb er Tagebuch in englischer Sprache und hatte auch noch einen Schatz versteckt, welcher sich wieder einmal als vollkommen wertlos erweist.
Wie oft wurde nun schon nach Schätzen gesucht? Und wie oft haben sich diese in den letzten Folgen als leere Fässer, Alkoholvorräte oder Rätselbücher erwiesen? Wenn es kein Piratenschatz ist, dann müssen Indianer herhalten, die entweder Schatzkarten auf Pferdeärschen platzieren oder eben Tagebuch schreiben…
Es ist wahrscheinlich schwer, nach insgesamt 130 Folgen noch neue Fälle zu entwickeln, aber wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht mehr. Bevor alter Stoff durch den Mixer gedreht werden muss, um zu neuem Mist zu kommen, findet doch bitte einen krönenden knallenden Abschluss. Wir sind doch hier nicht bei TKKG.

Samstag, 23. Juni 2007

Errungenschaften der Technik IV

Gestern habe ich einen neuen Automaten gesehen, der durchaus praktisch aber auch überaus lebenswichtig sein kann. Zuerst hielt ich es für einen Zigarettenautomaten, wunderte mich allerdings warum da eine Aidsschleife draufgemalt war. OK. Hier in der Stadt ist gerade CSD, da muss man schon offensiv Werbung machen, aber für einen Kondomautomaten hing er an einer unüblichen Stelle: Genau hinter dem Bahnhof ZOO, fast dort wo die jungen Männer immer auf den Moshammer warten, der schon so lange nicht mehr da war.

Es ist ein Spritzenautomat für Einwegspritzen. Über Preise und Mengen kann ich allerdings keine Aussage machen, da das Ding mich noch ein bisschen gruselt.

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

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