Ich glaube, ich möchte mich doch über Spielfilme im Geschichtsunterricht am 20.2. in Geschichtsdidaktik prüfen lassen. Das würde Leben ins Landesprüfungsamt bringen!
Sie dickbusige Kartoffel
oscar Matzerath - 25. Jan, 00:10
Die Stimmung wechselt konsequent zwischen Mitleid und Schadenfreude. Zusätzliche Freude bereitete, dass ich Ähnlichkeit zum universitäten Lehrpersonal feststellen konnte.
Ach war das drollig.
oscar Matzerath - 23. Jan, 00:19
Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar: Die ersten Monate in Freiheit
Juni 2007
Johannes B. Kerner: Im sogenannten „Deutschen Herbst“ fallen 34 Menschen dem Terror der RAF zum Opfer. Heinrich Böll spricht vom Krieg der sechs gegen sechzig Millionen. Sie waren daran beteiligt. Und haben deshalb über zwanzig Jahre im Gefängnis gesessen. Meine Damen und Herren, ich begrüße mit Ihnen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar.
Das Publikum applaudiert höflich. Die Kamera schwenkt auf Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar. Mohnhaupt schaut wirr, weiß nicht, wo die Kamera ist, Klar zwinkert nervös mit den Augenlidern.
Johannes B. Kerner: Frau Mohnhaupt, Herr Klar, wie fühlen Sie sich?
Klar: Ich freue mich, hier sein zu können.
Mohnhaupt, gleichzeitig: Gut, danke.
Johannes B. Kerner, schaut fragend: Viele sagen ja, nach einer so langen Zeit im Gefängnis, da wäre man nicht mehr derselbe.
Mohnhaupt, teure Sendezeit verstreichen lassend, bläst eine Backe auf: Mhmtja.
Klar, heftiger zwinkernd: Das geht schon an die Substanz.
Johannes B. Kerner: Verstehe, verstehe. Ich will da auch gar nicht zu tief in Sie dringen. Kommt es vor, dass man Selbstmordgedanken hat?
Mohnhaupt, immer noch nach der Kamera suchend: Es gibt da so Momente, da kann, da kann man.
Klar: Das geht schon an die Substanz.
Johannes B. Kerner, Papiere studierend, dann glattstreichend: Herr Klar, Sie waren dreißig Jahre alt, als Sie verurteilt wurden. Nun waren das wilde Zeiten damals, von mir gibt es auch Fotos (schaut ins Publikum, lacht), die dürften Sie nie zu sehen bekommen (deutet auf seinen verlängerten Rücken) Haare bis da und in den Zigaretten war auch nicht immer nur Tabak. Wobei, das war auch nicht so ein Teufelszeug wie heute, das Gras, sagt man ja, das ist heute bis zu zehnmal stärker in seiner „Wirkung“ (macht Anführungszeichen mit den Händen) sag ich jetzt mal so.
Klar: Heute ist das bestimmt stärker, ja.
Mohnhaupt: Wo muss ich eigentlich hinschauen?
Johannes B. Kerner: Schauen Sie einfach mich an, wir sind hier ja unter uns (legt den Zeigefinger einer Hand auf die Lippen, deutet ein Zögern an). Nun gab es ja durchaus kritische Stimmen, was Ihre Entlassung anging. Die Witwe von Hanns-Martin Schleyer beispielsweise hat beklagt, sie hätten sich nie von ihren - nennen wir sie ruhig so -“Taten“ distanziert.
Klar: Ach, wissen Sie, bei einem etwas anderen Lauf der Ereignisse, da wäre ich jetzt vielleicht Professor in den USA.
Das Publikum versteht die Anspielung nicht. Kerner springt helfend zur Seite.
Johannes B. Kerner: Sie meinen, nachdem Sie Außenminister waren?
Lautes Gelächter im Publikum.
Klar, nun entspannter: Das weiß man nie so genau. (Zu Brigitte Mohnhaupt) Und du? Hättest du dich von einem General erschießen lassen?
Kerner, erläuternd zum Publikum: Wie Petra Kelly.
Mohnhaupt: Ich hätte zuerst geschossen.
Das Publikum lacht mit einer Stimme. Aus vollem Hals.
Johannes B. Kerner, nach außen in sich hinein lachend: Starke Frauen braucht das Land ja, das hört man ja jetzt immer wieder. (Wieder ernster werdend) Ich wäre ja kein investigativer Journalist, wenn ich nicht fragen würde: Was sind denn nun ihre Pläne für die Zukunft?
Mohnhaupt, Kerner in die Augen schauend: Ich habe einen Vertrag bei einem großen westdeutschen Verlag, da werde ich meine Erinnerungen veröffentlichen.
Klar: Das wird sich zeigen, erstmal ausspannen, alte Freunde treffen, das geht schon sehr an die Substanz.
Johannes B. Kerner: Frau Mohnhaupt, Herr Klar, ich bedanke mich sehr für die offenen Worte und wünsche Ihnen alles Gute im neuen Leben. Mein nächster Gast ist ein Allrounder, Sänger, Entertainer, Schauspieler, Comedian …
Mike Krüger, ihm ins Wort fallend: Das mit dem Schauspieler darfste nicht sagen, hinterher verklagt man mich noch wegen Amtsanmaßung.
Entnommen unter: www.spreeblick.com
oscar Matzerath - 22. Jan, 16:52
Ein Grund zum Feiern. Eine Nervensäge weniger im öffentlichen Leben. Bloß warum haben die Haie den Bohlen nicht gefressen?
oscar Matzerath - 18. Jan, 19:16
Wäre der gute Mann mal bei Hertha geblieben, dann wäre das nicht passiert - oder sehr viel schneller.
oscar Matzerath - 16. Jan, 13:16
Ein Nachtrag zum vorigen Artikel ist heute fällig, da die marodierende Horde Erwä
hnung in der lokalen Tagespresse fand:
Polizist bei Rangeleien mit Fußballfans leicht verletzt
Bei Rangeleien zwischen Fußballfans und Polizisten ist am Sonnabend in Charlottenburg ein Beamter leicht verletzt worden. Am Rande eines Fußballturniers war es zu Auseinandersetzungen mit Fans des BFC Dynamo gekommen...
Durch ihr lautes Rufen tat diese Gruppe eindeutig ihre Sehnsucht nach Geborgenheit in einer heimischen Umgebung kund. Sie fühlten sich offensichtlich unwohl. Dieses Verhalten tritt auf, wenn sich Kinder verlaufen haben. Allerdings rufen diese zumeist nach der Mutter, da sie den eigenen Wohnort noch nicht genau kennen. An dieser Stelle kommt ebenfalls ein Vergleich mit in freier Wildbahn gefangenen Tieren in den Sinn, die immer wieder auszubrechen versuchen, sobald sie in ihr Gehege entlassen werden.
oscar Matzerath - 15. Jan, 08:53
Ein düsterer Samstagnachmittag im Januar, der die zu erwartende Kälte vermissen lässt, schleicht allmählich dem Abend entgegen. Der Computer steht in der kältesten Ecke des Zimmers und ein Aufsatz über die Entwicklung des Schulbuchs im Geschichtsunterricht will gelesen werden. Nebenbei läuft das Radio, welches zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausführt. Zum einen hält es den Aufsatzleser vom Lesen ab und zum anderen sendet es einen Bericht über die Nachwuchsförderung im deutschen Eishockey. Ein Stimmengewirr aus Schlachtgesängen untermalt die Reportage und sorgt für eine authentische Hintergrundkulisse. Da dieser gut gemeinte Beitrag jedoch nicht interessiert und zudem auch noch vom Lesen abhält, wird das Radio kurzerhand abgeschaltet. Statt der erhofften konzentrationsfördernden Ruhe bleiben jedoch die Schlachtgesänge. Der Blick aus dem Fenster offenbart eine Horde junger Männer, die laut Ost, Ost, Ost-Berlin rufend der S-Bahn entgegenstreben. Wo ist man da bloß hingezogen – zu welch einem räudigen Pöbel? Das ist wie in manchen Filmen im Fernsehen, wo der Junge Mann mit seiner Mutter telefoniert und im Fernsehen eine wilde Schießerei im Gange ist. Die Mutter bittet ihn den Fernseher leiser zu machen, da man ja so kaum vernünftig telefonieren kann. Fernseher aus, aber die Schießerei bleibt.
Zum Glück steigt diese Bande Nostalgiker gerade in die Bahn und fährt mit ihren Dynamo-Rufen in ihr schönes Ost-Berlin.
oscar Matzerath - 13. Jan, 18:14
Realität ist halt Realitat - was man auch zum Gespräch im Altenheim sagen kann.
oscar Matzerath - 11. Jan, 13:25