... und an einer hand sieben finger hätte,
dann könnte man die tage bis zur letzten prüfung
an der besagten hand abzählen...
aber auch für regelmäßig gewachsene ist offensichtlich, dass die zeit allmählich drängt. was macht es da nicht für freude, wenn einem in der letzten sprechstunde freundlich und hilfsbereit noch schnell ein stapel bücher überreicht wird. "schauen sie doch da noch einmal rein" - gehts noch?
jetzt sitzt man mit vollen taschen in der bibliothek und weiß nicht wo man anfangen soll.
und nach der prüfung fällt man in ein tiefes loch und weiß nicht wohin mit der vielen zeit und muss nahezu alle sozialen kontakte der letzten jahre erst einmal neu knüpfen. vielleicht sollten sie zu diesem zweck in der stabi postkarten verkaufen - dann kann man alten freunden schreiben und mitteilen, dass man noch lebt.
oscar Matzerath - 1. Apr, 12:52
wenn ab Monatag auch noch die liebe Bahn streikt. Warum streiken die Penner eigentlich immer wenn ich Examensprüfungen habe?!
oscar Matzerath - 5. Mär, 15:26
Wir Berliner sind ja bekanntlich die Erfinder der Freundlichkeit
Heute Morgen um kurz nach neun an der Éingangskontrolle der Staatsbibliothek (Man wird an dieser Stelle beim Betreten und Verlassen des Gebäudes kontrolliert wie ein Arbeiter in einer Diamantenmine - es fehlt nur noch die tägliche Röntgenuntersuchung). Ein Jurist (Marke coole, auf alt gemachte Klamotten mit Stock im Arsch) hält ergeben die Arme in die Höhe, wie bei einer Polizeikontrolle oder bei einem Banküberfall, und an seinen Händen baumeln mehrere durchsichtige Plastiktüten (kein Koks) in denen er seinen PC und einen Stapel Bücher befördert. Anscheinend mit den iesigen Sitten nicht ganz vertraut (Man hat anzugeben wieviele Bücher man mitführt - ob privat, Eigentum der Staatsbibliothek oder einer anderen Bibliothek). Gsht es fast zu wie an einem Grenzübergang der DDR, allerdings bleibt einem der Zwangsumtausch erspart. Der Benutzer sieht die Frau am Schalter erwartungsvoll an, diese bliebt stillschweigend zurück. mürrisch wie immer. Nach etwa fünf Sekunden Stille fragt sie ihn, scheinbar freundlich, "können sie sprechen?" Der Benutzer (bei der Polizei heißt es immer "der Bürger") gucit irritiert und entsetzt, bejaht, um gleich daraufhin erneut angepflaumt zu werden: "Was sind das denn nun für Bücher in ihrer Tüte?!"
Wie wäre es einmal mit einer Schulung des Servicepersonals?
Seitdem der Rolf nicht mehr da ist bleiben dem Benutzer zumindest die handgreiflichen Übergriffe erspart, aber ansonsten ist man wirklich gerne hier.
oscar Matzerath - 27. Feb, 09:48
heute zum welt-stadtführertag erschien im tagesspiegel eine übersicht über verschiedene stadtführungen in berlin. bei einer anzeige fragt man sich allerdings, wie nationalsozialismus und ddr zusammengehören!
TRABI-SAFARI
Auf Ostalgie-Kurs mit Autokorso durch die Stadt: Der Führer ist über Funk zu hören; ab 25 Euro pro Person, Telefon ..., www.....de.
mann sollte schon ein wenig auf seine formulierungen achten. ich kenne das problem!
oscar Matzerath - 21. Feb, 15:12
endlich wird der monatelange Fleiß auch einmal belohnt. So wurde mir vorhin in einer feierlichen Zeremonie eine Flasche Freibier überreicht. Mit den Worten "mach weiter so du bist auf dem richtigen weg!"
Na gut, stimmt nicht ganz, aber Freibier gab es wirklich - dank Berlinale.
oscar Matzerath - 14. Feb, 16:12
eigentlich dachte ich, dass nach den klausuren ewrst einmal ein, zwei wochen ruhe ist. vielleicht kann man etwas entspannen oder sogar ein paar tage wegfahren um den akku wieder aufzuladen. allerdings erwies sich dieser wunschtraum sehr schnell als trugbild. bereits vor der letzten klausur heizte einem schon wieder der erste prüfessor ein, wie viele bücher noch zu lesen seien - von der sekundärliteratur spreche ich an dieser stelle noich gar nicht.... einen abend ein wenig gefeiert und ein weochenende verbummelt und aus ist es mit der freizeit.
nun sitze ich bereits wieder seit tagen in den bibliotheken dieser stadt. wenn man dachte, dass es in der tu-bibliothek laut sei, dann hat man noch nicht auf der baustelle staatsbibliothek gelernt. hier wird gesägt und gelärmt dass es eine freude ist.
oscar Matzerath - 8. Feb, 09:49
und schon ist es nur noch eine Klausur. Freitag, den 1.2. Wer mit mir feiern gehen möchte, der meldet sich bitte bei mir.
Der gute Mittelalterprofessor - eine Wucht! Zuerst habe ich einen Schock bekommen, weil die erste Quelle eine kaiserliche Urkunde darstelllte und ich den Zettel mit den Erklärungen für Arenga, Interatio, Intulatio und den ganze Firlefanz in der Brusttasche hatte und städnig hätte aufs Klo rennen müssen, so wie die frau neben mir. Aber die zweite quelle war echt schön.
oscar Matzerath - 25. Jan, 13:47
viele kennen diesen spruch aus eigener erfahrung oder zumindest von kurt krömer. heute morgen bin ich selbst zeuge der freundlichkeit des personals des städtischen nahverkehrs geworden, und mich hat es prächtig gefreut.
man sitzt im bus und muss in die uni und an die bücher, die letzten klausuren rücken näher. dementsprechend gelaunt war ich, als sich der bus der s-bahn näherte. ein auto war gerade dabei sich, aufgrund von mangelnden parkmöglichkeiten ins absolute halteverbot zu stellen. prinzipiell nichts ungewöhnliches in der ellenbogengesellschaft, allerdings hatte dieses schild durchaus seinen sinn. der bus, der um diese ecke musste, hat bekanntlich einen ziemlich großen wendekreis, zusätzlich schien der fahrer mit den fahreigenschaften seiner kutsche nicht ganz vertraut. auf jeden fall stand dieser klieinwagen genau im einfahrtswinkel des busses. der busfahrer vermied nur knapp eien zusammensoß, bremste und riss das fenster auf: "musste wol noch ma zur fahschule gehn."
einige fahrgäste waren entsetzt, andere eher verschreckt - ich war glücklich und guter dinge.
oscar Matzerath - 18. Jan, 10:49