Sonntag, 19. November 2006

Ab morgen Früh geht wieder das Zittern los

Jedesmal wenn das Handy klingelt gibt es einen heftigen Adrenalinstoß. Es könnte ja jemand vom Landesprüfungsamt dran sein und bemerkt haben, dass ich bei meiner Staatsexamensanmeldung ein wenig geschummelt habe. Zwei Wochen soll das so gehen - fück, da wird der kopf zum lernen auch nicht frei.

Ich glaube die zwei Wochen sind inzwischen vorüber.

Mittwoch, 15. November 2006

Das Kreuz mit der Hand IV

Heute war es soweit. Mein dreimonatiger Begleiter hat mich verlassen. War ein hartes Stück Arbeit für den Arzt. Die zusehende Assistenzärztin wurde sogar mit spritzendem Blut besudelt (als der Arzt mit der Zange abrutschte). Ich hatte meinen Spaß.

Drath

Freitag, 10. November 2006

WIEN oder die Flucht

Fast eine Woche war ich in Wien und es gab veil zu sehen und zu entdecken:

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Dies erinnerte eher an die Bücherverbrennung in Deutschland - eine Verunglimpfung geistiger Werte, zumal es regnete.



Auch Wien hatte drei Flakturmpaare. In einem ist heute das "Haus des Meeres" untergebracht. Und angebaut wurde ebenfalls - hübscher wurde er dadurch nicht.

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Eher ursprünglich geht es dagegen im Augarten zu.



Somit hat mich der Herr Kuka ebenfalls verarscht. Ein Hotel Vierjahreszeiten gab es im gesamten Park vom Belvedere nicht. Zum Glück hatte ich ein Dach über dem Kopf und war nicht darauf angewiesen. Probe gelegen habe ich trotzdem.DSCF0032

Wiener Wahrzeichen I

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Wiener Wahrzeichen II

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Und fast wäre den Menschen der Himmel auf den Kopf gefallen.

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Mit Fjuri in der U-Bahn nach Ampermoching im Salloon ein Yelkopopovicky trinken

Was für kaputte Typen trifft man in der Wiener Untergrundbahn! Früher saßen Cowboys noch lässig cool am Lagerfeuer, aber die Zeiten ändern sich. In Wien stand so ein Cowboy im Wagon und schreit aus Leibeskräften nach seinem Pferd. Da konnte ich ihm auch nicht weiter helfen - wurde aber aufgrund meines Hochdeutsches gleich in ein anregendes Gespräch über die Herkunft und Münchener Vororte verwickelt. Mann, Mann, Mann, da freut man sich, wenn nach drei Stationen umgestiegen wird.
Die deutsche Leitkultur an der Wiener Universität
Da hört man sich eine Vorlesung bei dem weltberühmten Wendelin Schmidt-Dengler über den Roman an sich an und das Thema dieser Vorlesung ist Döblins "Berlin Alexanderplatz". Der Herr Professor war ein Knaller und hätte fast noch die Wacht am Rhein gesungen.
Ebenfalls sehr beeindruckend waren die beiden Theaterbesuche am Volks- und am Burgtheater. "Dogville" ist eine besondere Erwähnung wert. Für gewöhnlich würde ich mich nicht als besonders sentimental bezeichnen, aber dieser Besuch im Theater hat mich echt arg in Mitleidenschaft gezogen. Anfangs dachte ich noch an ein Stück wie es sie früher in der Schule gab, aber nach einer Stunde entwickelte es sich zum Trauma. Die seelischen Abgründe eines kleinen beschaulichen Dorfeswurden auf drastische Weise gezeigt ("ihr geilt euch doch dran auf!") Auch noch mehrere Stunden nach Ende des Stückes hatte ich noch ein flaues Gefühl im Magen.

Donnerstag, 9. November 2006

zurück von der flucht

meine mehrtägige landsflucht ist beendet (beitrag mit fotos später) und ich bin zu einem entschluss gelangt: mündliche prüfung in ewi und didaktik im februar und danach im sommer die examensarbeit. anderts schaffe ich das nicht, da ich so ein langsamer und gründlicher leser bin. diese erkenntnis ist mir nicht in wien gekommen - da habe ich erfolgreich verdrängt - sondern heute früh an meinem schreibtisch, als mich die anstehende planung schon wieder vollkommen aus der bahn geworfen hat.

jetzt heißt es packen was!

Mittwoch, 1. November 2006

Das Problem hat einen Namen:

"Die Vertreibung der Deutschen ab 1945 als Problem der Erinnerungskultur"

Dienstag, 31. Oktober 2006

Wenn man gerne an einem anderen Ort wäre...

Seit einer Woche sitze ich Tag und Nacht in der Unibibliothek und lese über die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten nach dem 2.WK. Alles um mich auf das Gespräch mit meinem Professor vorzubereiten. Dabei weiß ich noch nicht einmal ob ich genug Zeit habe.
Da möchte man sich gerne in einer schwedischen Zivilschutzanlage verstecken und einfach warten bis alles vorbei ist.

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Ich werde mich morgen ebenfalls um eine Patenschaft für eine Berliner Zivilschutzanlage bewerben. Das macht Eindruck bei den Frauen, wenn man seinen eigenen Bunker hat.

Dienstag, 24. Oktober 2006

Kurze Nacht

Nach dem Stress von gestern hatte ich eine ziemlich unruhige Nacht. Das schlägt aufs Gemüt. Heute habe ich den Professor gefunden, bei dem ich die Arbeit schreiben will.

Da sieht die Welt doch schon viel freundlicher aus.

Montag, 23. Oktober 2006

Panikanfälle

Der Tag hatte so friedlich begonnen. Um halb zehn aufgestanden und in Ruhe mit Rührei und Zeitung gefrühstückt. Dass die Uni heute anfängt, stört nicht, da der Stundenplan für dieses Semester angenehm leer ist, da man ja bereits alle Scheine hat und nur noch interessehalber neben der Leserei ein paar Seminare besucht.
Da reißt einen eine sms einer Freundin aus dem Tagesblatt. Sie fragt, wie weit man mit der Lernerei sei, da ja im Dezember bereits die Staatsexamensarbeit begonnen werden müsse. Moment, da läuft was nicht nach Plan. Ein Blick auf die Seite des Landesprüfungsamtes bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Es steht nicht mehr so viel Zeit im Raum wie gedacht. Jetzt rächt sich die Nachlässigkeit im Bezug auf eine termingerechte Vorbereitung. Ich habe ja noch nicht einmal einen Professor für die Fachwissenschaftlichen Prüfungen. FUCK! Housten wir haben ein Problem. Ab sofort heißt es Klinkenputzen und alles unter Dach und Fach bringen. Gut das ich im November nach Wien fahre – ich habe ja Zeit.
Eigentlich hatte ich gedacht mein Studium im Griff zu haben, aber die aktuelle Situation belehrt mich eines Besseren. Schon komisch, dass einem im entscheidenden Moment die Angst packt.

Zufallsbild

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

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