Dienstag, 1. September 2009

Das erinnert schon fast wieder an die Skandale in den siebziger Jahren

Quelle: Tagesspiegel.de

America de Cali, Ex-Klub des neuen Berliner Stürmers Adrian Ramos, steht auf der schwarzen Liste der US-Regierung.

Der Transfer des kolumbianischen Nationalspielers Adrian Ramos von America de Cali zu Hertha BSC interessiert auch die US-amerikanischen Drogenfahnder (DEA). Der populärste kolumbianische Klub steht seit Jahren auf einer schwarzen Liste der US-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche im Drogenhandel, die offiziell „Specially Designated Nationals List“ heißt und in Südamerika „Lista Clinton“ genannt wird.

America de Cali hat mit Listenplatz 6536 prominente Nachbarn: Osama Bin Laden trägt die Nummer 6365, dessen Terrororganisation Al Qaida hat die 6366. Die „Lista Clinton“ ist eine nach dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten benannte Aufstellung der Geldwäsche verdächtigter Personen, Firmen und Institutionen. Einzelpersonen oder Betriebe, die auf dieser schwarzen Liste auftauchen, sind zumindest auf dem US- Markt jede Art von Geschäften untersagt.

Grund für den US-amerikanischen Bannstrahl ist der Einfluss des legendären Cali-Kartells auf die „Roten Teufel“, wie die Kolumbianer den populärsten Klub des Landes nennen. Die Brüder Gilberto und Miguel Rodriguez Orejuela hatten in den Achtziger und Neunziger Jahren ihre Kokain-Millionen in den Klub gepumpt. Damals lieferte sich das Medellin-Kartell um den 1993 erschossenen Pablo Escobar mit der Konkurrenz aus Cali nicht nur einen blutigen Kampf um Marktanteile im milliardenschweren Drogengeschäft, sondern auch eine prestigeträchtige Auseinandersetzung auf dem grünen Rasen. Während sich Escobar Atletico Nacional de Medellin leistete, spülten die Rodriguez-Brüder ihre Drogen-Millionen in die Kassen von America de Cali. Doch mittlerweile sitzen die Köpfe des Cali-Kartells in US-Gefängnissen und nach der freiwilligen Zahlung einer Geldbuße von umgerechnet 1,56 Milliarden Dollar der Familie Rodriguez an die US-Staatskasse ist auch der Geldfluss an America versiegt.
Diese Vergangenheit lastet bis heute auf dem Verein: Ein Sohn des Rodriguez-Clans (Juan Angel) zieht hinter den Klubkulissen nach wie vor die Fäden. Und die mächtigen Kartell-Bosse, die in ihren US-Gefängnissen das bunte Treiben in Cali höchst interessiert verfolgen, erwarten für ihre Investitionen aus der Vergangenheit eine Art Schadensersatz. Deswegen meiden viele Firmen jedweden Kontakt zu America, das nicht einmal einen Trikotsponsor besitzt.

Der Transfer von Adrian Ramos zu Hertha BSC wird deshalb nicht nur die US-Drogenbehörde interessieren, sondern auch die Familie Rodriguez. Es soll sich bei der Ablösesumme um umgerechnet 1,4 Millionen Euro handeln – Geld, das America de Cali nur zu gut brauchen kann. Der Klub hat nämlich seit Jahren ein Ziel: America will sich von der Rodriguez-Familie freikaufen. Die Transferentschädigung für Ramos könnte ein Schritt in diese Richtung sein. „Wir wollen erhobenen Hauptes gehen“, sagt Miguel Andres Rodriguez, ein anderer Sohn von Kartell-Chef Miguel Rodriguez, dem Tagesspiegel. „Die Familie will ein bestelltes Feld hinterlassen und dann nicht mehr zurückkommen.“

Sonntag, 30. August 2009

Ganz großes Kino! Inglourious Bastards

Der neueste Streich des Kultregisseurs Quentin Tarantino besticht vor allem durch die Inszenierung des Geschehens, mit allem was man erwartet und schätzt. Die Geschichte ist packend und auch gewisse historische Abweichungen mindern den Kinospaß keineswegs sondern tragen eher noch zur Erheiterung bei. Auch eher mittelmäßige deutsche Schauspieler werden gut in Szene gesetzt und gewinnen deutlich an Profil.
Für den Privatgebrauch dringend zu empfehlen, aber nicht für den dienstlichen Einsatz.
Der einzige Film, für den ich ein zweites Mal ins Kino gehen würde!
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Dienstag, 25. August 2009

In mehrerer Hinsicht richtig gehandelt

Aktuelle Ereignisse lassen mich an eine Kommilitonin denken, die mit mir zusammen Deutsch und auch mittelalterliche Geschichte studierte. Man traf sich drei bis vier Mal die Woche in diversen Veranstaltungen und vor verschlossenen Türen und wartete gemeinsam teils stundenlang auf die Audienz beim Professor. In manchmal langen Gesprächen erfuhr ich so einiges über ihr Leben und ihren familiären Hintergrund. Eines Tages bat sie mich in der nächsten Veranstaltung ordentlich mitzuschreiben, damit sie sich die Unterlagen kopieren könne, wenn sie aus Griechenland zurück sei, wo sie Erbschaftsangelegenheiten zu regeln hätte. Bei der Erwähnung einer Erbschaft in Griechenland wird der Großstadtbewohner aus der märkischen Streusandbüchse hellhörig, malt sich einsame Buchten, kristallklares Wasser und Nacktbaden bei Vollmond aus. Ab jetzt nimmt die Geschichte eine jähe Wendung. Das Haus, welches geerbt werden sollte lag im trockenen Binnenland und auch mit der Aphrodite – diesen Spitznamen hatte sie seitdem weg – war es nicht so weit her. Allerdings hatte ich jetzt ein Problem. Mein Interesse an ihrer Person falsch deutend, wollte mich die Aphrodite jetzt häufig zum vertraulichen Kaffeetrinken überreden. Sie schien mir sogar in der Bibliothek hinter den Regalen aufzulauern – so kam es mir zumindest manchmal vor – und ich musste alle möglichen sinnlosen Internetsurfereien ins Feld führen und Hochbeschäftigung heucheln, um ihren Fängen zu entkommen. Zum Glück sind die Semesterferien eine lange, in der jeder seine eigenen Wege geht. In den folgenden Semestern war unser Interesse merklich abgekühlt. Insgeheim verurteile ich mich für diese materialistischen Gedanken, aber wer hätte nicht gern ein Haus in Griechenland.
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Aktuelle Ereignisse und ein Gespräch mit einem Freund erinnerten mich jetzt an diese Gestalt aus meinem vergangenen Universitätsleben. Ich hoffe, dass das Haus nicht den Feuersbrünsten anheim gefallen ist und auch das die Aphrodite ihr berufliches Glück gefunden hat. Wir werden es wohl nie erfahren. Aber insgeheim weiß ich, dass ich damals in mehrerer Hinsicht richtig gehandelt habe.

Freitag, 21. August 2009

Neue Lehrer – alte Tricks

Nachdem ich schon auf meine mangelnde Blogbereitschaft angesprochen wurde, gibt es das Neueste in Kurzform (Ein paar Fotos des Sommerurlaubs folgen irgendwann):
Das neue Schuljahr geht wesentlich besser los als das alte. Zudem habe ich mir nach dem heutigen Tag den Titel Didaktikpapst verliehen. Ich war ja so was von multimedial vorbereitet, dass gibt es eigentlich gar nicht. Neben Kreide, Oh-Folie und Arbeitsblättern, gab es heute auch was auf die Ohren und eine Präsentation via Beamer. Wenn mich in den nächsten Tagen niemand lobt, dann werde ich das selber erledigen müssen.
Ansonsten musste ich heute zur Sonderschicht im Seminar anrücken. Vorher noch schön beim städtischen Hundebräter einen Teller Allerlei gegessen und zum Wochenabschluss mittags noch ein Weizenbier getrunken. Hatte ich mir aber auch verdient. Dann ins Seminar mit einer Stimmung wie beim Karneval und einer Fahne wie zur Olympiaeröffnungsfeier. Aber man lernt ja auch sinnvolle Dinge im Ref, nämlich die Einnahme von Pfefferminzdrops gegen alle Art von Mundgeruch. So gewappnet ließ sich dann auch das PEG-Modul Offener Unterricht ertragen. Danach ging es mit einer Herrenhandtasche in den Stadtpark. Manchmal muss man einfach das Lumpenproletariat raushängen lassen.
Schüler stehen bekanntlich auf klare Ansagen. Als ich heute in der Geschichtsstunde in Klasse 10 eine Rede Kaiser Wilhelm II. zum Kriegsausbruch vorspielte und einige Mädels dabei schnatterten, sagte ich voller Inbrunst: „Ruhe wenn der Kaiser spricht!“ So etwas darf einem beim Thema Nationalsozialismus nicht passieren.
Ansonsten blicke ich ausgesprochen positiv in die nächsten Wochen, obwohl da eine Menge Arbeit auf mich zukommt – Examensarbeit etc., aber hoffentlich geht es im September nach Ypern!

Montag, 10. August 2009

Omas Teich 2009

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Wieder ein Haken auf der Liste "Was noch unbedingt erledigt werden muss bevor ich sterbe" Das mit den Festivals hätten wir jetzt auch erledigt, obwohl es gerne noch ein paar mehr sein dürfen. Mein Zelt hat ja im friesischen Regen die Feuertaufe bestanden. Das nächste mal aber nur mit Gummistiefeln! Gut wars gewesen. Trotz Spontanteich auf dem gesamten Gelände und verfrühter Abreise.
Ach ja, die von der Bahn sind Arschgeigen!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Mein Schwimmanzug ist schuld!

Jetzt habe ich es raus! Nachdem ich heute 1500m (30 Bahnen) im städtischen Freibad geschwommen bin hat mich die Erkenntnis schlechthin überfallen: Mein Schwimmanzug ist schuld, dass ich mich im Wasser bewerge wie ein deutsches Schlachtschiff und nicht wie eine Seerobbe. Wenn ich diesen Superanzug hätte, dann könntet ihr hinter mir trockenen Fußes durch das Becken gehen.

Eine Trennung nach nur wenigen Tagen

Ende mit Trennkost!
Ich habe festgestellt, dass wir beide zur Zeit echt nicht zusammenpassen. Schon das ich meine Ernährung die letzten Tage vollkommen umgestellt habe - von Kafffee mit Milch auf Orangensaft und Mineralwasser, von lecker Käse auf Magarine... Zudem treibe ich zur Zeit extrem viel Sport. Neben dem täglichen Radfahren kommt auch noch eine tägliche Schwimmeinheit von 1100-1500 Metern hinzu. Da kann es nicht sein, dass man nach so einer Mörderetappe mit einem Mittagessen/Abendessen für einen Schreibtischtäter abgespeist wird. Das Ernährungsprogramm hebe ich mir für bewegungsarme Zeiten auf. Jetzt wird gepowert und gegessen!

Dienstag, 23. Juni 2009

Trennkost ist echt scheiße!

Mit guten Vorsätzen kaufte ich mir einen Ernährungsführer Trennkost – einfach pennen und dünn aus dem Bett fallen. Wer wünscht sich das in der heutigen Zeit des Überflusses nicht. Dass man die Ernährung dafür umstellen muss, ist auch klar. Allerdings ist dieses Trennen von Lebensmitteln ein totaler Scheiß. So darf man morgens kein tierisches Eiweiß essen/trinken. Super, womit soll ich dann meinen Kaffee trinken – mit Orangensaft oder was? Mittags darf man dafür alles essen was man will. Dafür soll man abends eiweißreich essen. Es sind so leckere Sachen wie Schinken und Käse erlaubt. Da aber auf keinen Fall Kohlenhydrate verputzt werden dürfen muss man sich den Käse und Schinken auf den Daumen legen und ohne Brot essen. Wie blöd ist das denn? Ach ja, der Verzehr von Müsli morgens ist ausdrücklich erwünscht – aber ohne Milch. Womit denn dann. Sojamilch kommt mir nicht ins Haus!

Dienstag, 16. Juni 2009

Nachmittagsausflug auf den Mond

Mit meinem Besuch habe ich heute per Auto die nähere Umgebung unsicher gemacht und mir die Braunkohleabbaugebiete eines deutschen Stromkonzerns angesehen und vieles dabei gelernt. Beispielsweise wie Umweltfreundlich und Immissionsarm die Förderung von besagtem Rohstoff ist. Die Bewohner, die ihre Heimat aufgrund des sich heranfressenden Schaufelradbaggers verlassen müssen, bekommen schöne neue Häuser und ihnen geht es dann besser als vorher, wenn man der Konzerneigenen Propaganda glauben darf. Ach und fast hätte ioch die vielen Arbeitsplätze vergessen (Handwerker zum Häuser abreißen, Handwerker zum Häuser bauen, Straßenbau, Landschaftsgestalter...), die durch den Braunkohlevorat bis Mitte dieses Jahrhunderts gesichert sind - an der sinnhaftigkeit der auszuübenden Tätigkeit besteht auch kein Zweifel
Auf dem Renaturierten gebieten – irgendwo muss der Abraum ja hin – werden dann alibihalber ein paar Windräder gesetzt. Straßen endeten im Nichts und Orte waren verschwunden bzw. verlassen. Ein wenig erinnerte es an Tschernobyl und auch die großen Braunkohlekraftwerke hielten einem Vergleich durchaus Stand. Schön ist es am Niederrhein!

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

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